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Pflaumen
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Pflaumen

Pflaumen sind eine beliebte Obstart, die in fast allen größeren Gärten anzutreffen ist. Einer der großen Vorteile von Pflaumen ist, dass die gepfropften Sorten Halbstämme sind, die frei wachsen oder an einer Mauer als Fächerspalier gezogen werden können. Außerdem sind viele von ihnen selbstfertil (selbstbestäubend), was besonders dann nützlich ist, wenn man nur für einen Baum Platz hat.

Wissenswertes über die Pflaumen

Von der Victoria-Pflaume kann ein einziger Buschbaum vom 6. bis zum 15. Jahr nach dem Pflanzen jährlich etwa 18 Kilogramm Früchte tragen, in späteren Jahren oft sogar noch mehr. Ein voll ausgewachsener Fächerspalierbaum, der die für den durchschnittsgarten geeignete Größe hat, sollte pro Jahr 9 Kilogramm Pflaumen tragen. Viele Gartenbäume sind jedoch unterernährt und erreichen diesen Ertrag nicht. Pflaumen brauchen ziemlich viel Stickstoff, außerdem Kali und Phosphate. Sie sollten routinemäßig jedes Frühjahr, am besten im März, gedüngt werden. Zu beachten ist, dass Fächerspaliere weniger Nährstoffe als Buschbäume brauchen. Am besten gedeihen Pflaumen in neutralen oder leicht alkalischen Böden. Bei Verdacht auf sauren Boden sollte man diesen prüfen und, falls notwendig, nach Gebrauchsanweisung kalken, bis ein ph-Wert von 7 oder etwas darüber erreicht ist.

Wieviele Pflaumensorten gibt es

Seit jeher inspirierten die Pflaumen die Fantasie der Gärtner und Botaniker immer neue Sorten heranzuziehen. Schon der römische Gelehrte Plinius berichtete von höchst merkwürdigen Experimenten. Zu seiner Zeit versuchte man, Pflaumen mit Nußaroma, mit Apfelaroma und Mandelpflaumen zu züchten. Wenn auch diese Züchtungsversuche scheiterten, so ist doch die Bilanz der Pflaumenzüchter beachtlich. Immerhin gibt es heute mehr als 200 verschiedene Sorten.

Pflaume oder Zwetschge

Man unterscheidet Pflaumen auch von Zwetschgen. Pflaumen sind meist rundlich oder oval mit abgerundeten Enden und einer ausgeprägten Fruchtnaht. Die früheren Sorten, wie die Sommerpflaumen und die dicken, saftigen Eierpflaumen mit grünlich-gelber Schale, eignen sich eher zum Rohessen, da ihr stark wasserhaltiges Fleisch beim Kochen schnell zerfällt und an Aroma verliert.

Zwetschgen sind die späteste Pflaumensorte. Ausgenommen die Frühzwetschgen, die bei Bühl angebaut werden. Von der Form her sind sie kleiner als Pflaumen, laufen an den Enden spitz zu und haben eine fehlende Fruchtnaht. Zwetschgen haben einen höheren Fruchtzuckergehalt und einen geringeren Wasseranteil. Sie sind vielseitig verwendbar, z.B. für Mus, Kompott und zum Einlegen in Essig und Alkohol. Oft wird der Begriff Pflaumen auch für Zwetschgen verwendet.

 

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