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Johannisbeeren weiß
Johannisbeeren weiß

Johannisbeeren weiß

Die weißen Johannisbeeren waren früher in den Gärten beliebter und stärker verbreitet als in heutiger Zeit. Dies lag an dem milderen Geschmack der Beeren im Vergleich zu den roten und schwarzen Sorten. Erfolge im Bereich der Züchtungen haben vor allem der roten Variante einen Vorsprung gegenüber den weißen Beeren gegeben, da sie weniger Kerne aufweist.

Weiße Johannisbeeren wieder entdeckt

Durch die botanische Weiterentwicklung der weißen Johannisbeere erlebt diese seit einigen Jahren eine Renaissance. Außerdem haben inzwischen auch hier Kreuzungen für kernärmere Sorten gesorgt. Diese Entwicklung ist wenig verwunderlich, wenn man erfährt, dass es sich bei der weißen Johannisbeere im Grunde um eine farblose Variante der roten Sorten handelt. Der Hauptunterschied bisher war vor allem, dass weiße Beere süßer und kernhaltiger waren.

Weiße Johannisbeeren mit wertvollen Nährstoffen

Trotz moderner Züchtungen wird die weiße Johannisbeere in der Küche stiefmütterlich behandelt. In sehr wenigen Rezepten wird sie verwendet oder nur zusammen mit den roten oder schwarzen Sorten. Lediglich als heller Obstler oder auf Kuchen kommt diese Frucht zur Geltung. Dabei ist auch die farblose Variante ein sehr säurereiches Obst und bietet viele gesunde Nährstoffe. Der Anbau kann als Heckenbepflanzung oder als einzelner Busch erfolgen und folgt ähnlichen Empfehlungen für den Standort wie bei allen Johannisbeerarten. Innerhalb von Hecken wird ein Pflanzabstand von 0,5 m empfohlen und für einzelne Büsche sollte etwa der dreifache Abstand genommen werden.

Wie kann man Setzlinge der weißen Johannisbeeren ziehen

Zum Herbst sollte der Busch zurück geschnitten werden und verholzte Triebe werde entfernt, dann erhält man mit wenig Aufwand im nächsten Jahr eine guten Austrieb und reiche Ernte. Gleichzeitig mit dem Rückschnitt kann man im Herbst Stecklinge aus den entfernten verholzten Zweigen gewinnen. Diese kann man wahlweise direkt im Boden ausbringen oder zuerst in einer Vase zur Wurzelbildung anregen. Beide Methoden funktionieren, allerdings sollte man im Haus gezogene Setzlinge erst ausbringen, wenn kein Frost zu erwarten ist. Üblich ist es Beerensträucher zum Herbst zu setzen, allerdings kann man dies auch während des Jahres tun, dann sollte man den Setzling aber im Auge behalten, da er empfindlicher auf Schädlinge reagiert. Dies Risiko ist im Herbst deutlich geringer und dadurch sind die Pflanzen im Frühjahr bereits angewachsen und robuster.

 

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