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Hagebutten Fleisch und Schale
Hagebutten Fleisch und Schale

Hagebutten Fleisch und Schale

Die Hagebutten sind ungiftige Früchte. Regional unterschiedlich werden sie auch als Hiefe, Hiffen (fränkisch), Hiften, Hetschhiven, Hetscherl, Hägen (schwäbisch), Hetschepetsche, Hiven oder Rosenäpfel bezeichnet. Die Hagebutte ist eine Sammelfrucht und wird im Herbst geerntet. Die Hagebutten verbleiben aber meist den ganzen Winter über am Strauch und können auch im Frühjahr noch geerntet und verspeist werden.

Hagebutten gegen viele Krankheiten

Innerhalb der roten, runden Schale der Frucht befinden sich viele kleine Nüsse. Die fleischige rote Schale (Blütenboden) schmeckt süßsauer und kann so roh gegessen werden. Sie enthält reichlich Vitamin C, Lycopin sowie Vitamin A, B1 und B2. Aus ca. 100 g essbaren Schalenanteil kann so 1045 mg Vitamin C gewonnen werden. Das aus den Hagebutten gewonnene Lycopin soll den menschlichen Körper besonders vor Herzinfarkt, Krebs, Thrombose, Schlaganfall und Arteriosklerose schützen.

Wofür eignen sich die Schalen der Hagebutten

Als Regel gilt: Je später die Hagebutten geerntet werden, desto süßer ist die Schale. Aus der Schale der Hagebutten kann als Brotaufstrich eine Konfitüre gemacht oder zum Süßen von Getränken genutzt werden. Im Fränkischen werden traditionell die Krapfen mit dem Hagebuttenmark gefüllt. Die Schale der Hagebutten eignet sich auch sehr gut zum Würzen von Wildbraten. Aus der getrockneten Schale werden auch Hagebuttentees hergestellt, die bei hohem Gehalt an Pektiden und Pflanzensäuren leicht harntreibend und abführend wirkt.

Was geschieht mit den Hagebutten Kernen

Das Fleisch der Hagebutten besteht aus vielen einzelnen Nüssen (Kerne), die einzeln feine, widerhakenbestückten Härchen haben. Bei Hautkontakt lösen diese Nüsse einen Juckreiz aus. Aus diesem Grund wird das Fleisch der Hagebutten auch Juckpulver genannt. Die Nüsse sollten nicht mitverarbeitet oder verspeist werden.

Wie wird Hagebutten Konfitüre hergestellt

Bei der Herstellung von Hagebuttenmark bzw. Hagebuttenkonfitüre wird das Fleisch mit Wein oder Wasser ausgekocht und durch ein Sieb passiert. Im Schwäbischen wird der Sud sogar zweimal gesiebt, um im ersten Arbeitsgang die Nüsse und im zweiten mit einem Filter noch die kleinen Fruchthärchen zu entfernen. Mit der gesondert passierten Fruchtschale wird das Rohmark mit Kristall-, Frucht oder Rohrzucker aufgekocht und in Gläser abgefüllt. Je nach Geschmack kann das Rohmark der Hagebutten noch mit Apfelsaft, Orangensaft, Rot- oder Weißwein angereichert werden. Um den Vitamin C-Gehalt besser zu nutzen, können Hagebutten auch roh verarbeitet werden. Dafür die Hagebutten waschen, aufschneiden und so lange liegenlassen, bis sie weich werden. Das kann bei ca. 12 Grad schon mal 5-7 Tage dauern. Danach wird die Frucht mit etwas Wasser übergossen und passiert. Anschließend das gewonnene Rohmark mit Zucker leicht erhitzen und abfüllen.

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