Gelatine

Gelatine
Gelatine

Gelatine leitet sich vom lateinischen Verb "gelare" ab, und lässt sich mit "erstarren" übersetzen. Gewonnen wird Gelatine maßgeblich aus dem Bindegewebe von Haut, Sehnen, Knorpel und Knochen von Schwein oder Rind.

 

Wie lange darf Gelatine erhitzt werden?

Gelatine besteht somit zu 80-90% aus tierischem sowie kollagenreichem Eiweiß und ist demnach farb-, geruch- und geschmacklos. Die Temperaturempfindlichkeit von Gelatine bewirkt, dass diese sich bei ca. 50 Grad Celsius auflöst und in einen flüssigen Zustand übergeht. Bei Abkühlung nimmt sie eine gelartige Konsistenz an und kann bei abermaligem Erwärmen wieder in ihren flüssigen Zustand überführt werden. Bei jedoch dauerhaftem Erhitzen von über 80 Grad Celsius verliert die Gelatine ihre Gelierfähigkeit. Aufgrund dessen darf sie nicht gekocht werden.

Warum ist die Herstellung von Gelatine so aufwendig?

In Europa wird Gelatine zu 70% aus Schweineschwarten hergestellt. Das in Fischhäuten enthaltene Kollagen kann auch zur Herstellung von Gelatine verwendet werden. Religiösem Speiseverhalten kann somit entsprochen werden. Auch wenn Fischgelatine günstiger produziert werden kann, ist ihre Verbreitung aufgrund der allergischen Wirkung eher gering. Die Herstellung von Gelatine ist sehr aufwendig. Weniger quer vernetztes Kollagen, z.B. aus Schweineschwarten, bedarf einer eintägigen Salzsäure- oder Schwefelbehandlung, um es zu neutralisieren. Im Anschluss werden die Salze heraus gewaschen. Bei stark vernetztem Kollagen, z.B. aus Rind, werden basische Behandlungen über Wochen und Monate nebst Produktion von Ammoniak und Kalkmilch angewendet. Im Übrigen waren die Ägypter Vorreiter in der Herstellung von Gelatine.

Wie wird Gelatine in der Lebensmittelherstellung verwendet?

Sie fungiert in der Lebensmittelherstellung als Stabilisator, Verdickungs- und Strukturmittel. Sie findet als Geliermittel Verwendung in einer Reihe von Süßwaren, wie z.B. Gummibären, Weingummis und Lakritze. Auch als Tortenguss in Backwaren und als Zusatz für Fleisch-, Fisch- und Wurstwaren in Sülze oder Aspik ist Gelatine ein wichtiger Bestandteil der Zubereitung. Einige Früchte, wie Ananas, Kiwi und Papaya enthalten eiweißspaltende Enzyme und beeinträchtigen somit die bindende Wirkung von Gelatine. Durch vorheriges Erhitzen der Früchte kann dem entgegengewirkt werden, weil dadurch die Enzyme deaktiviert werden. 100 Gramm enthalten 338 Kalorien. Da Gelatine nicht als Lebensmittelzusatzstoff gilt, unterliegt sie keinerlei Zulassungsregelungen oder Beschränkungen durch Behörden.

Wozu wird Gelatine noch verwendet?

Neben der Funktion als Lebensmittel fungiert Gelatine auch als pharmazeutischer Hilfsstoff, um Hart- und Weichkapseln herzustellen. Selbst in zahlreichen Impfstoffen, wie z.B. gegen Tollwut, ist Rindergelatine enthalten. Des Weiteren findet Gelatine auch technische Anwendung: Fotografische Filme und Fotopapier sind mit Gelatine beschichtet. Selbst in der Maskenbildnerei zur realistischen Wunddarstellung und als Patronenhülsen für Farbmunition im Spiel Paintball ist die Gelatine nicht mehr wegzudenken. Therapeutische Wirkung als uraltes Hausmittel lässt sich ihr auch zuordnen: So soll Gelatine Fingernägel sowie Knochen stärken, und Gelenkschmerzen lindern. Bindegewebsschwäche, Osteoporose und Gelenkverschleiss lassen sich mit Gelatine therapeutisch behandeln - und das bereits seit einigen Jahrhunderten.

 

Nährwert
kcal: 338 KJ
KJ: 1412 KJ
Kohlenhydrate: 0 g
Proteine: 84,2 g
Fett: 0,1 g
Wasser: 14 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
Niacin: 0 mg
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0 mg
Vitamin B2: 0 mg
Vitamin B6: 5,8 mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: 0 mg
Mineralstoffe
Calcium: 11 mg
Eisen: 0 mg
Kalium: 22 mg
Magnesium: 11 mg
Natrium: 32 mg
Phosphor: 0 mg

Backwaren

Backwaren

Im Bereich der Lebensmittel sind die Backwaren ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung, da sie Lebensmittel aus Getreide und Getreide- Erzeugnissen sind, die durch eine bestimmte Verfahrensweise, nämlich dem Backen, zu den verschiedensten Produkten verarbeitet werden. Backwaren lassen sich in drei große Gruppen unterteilen. Zum einen gibt es das Brot, desweiteren das Kleingebäck und dann das Feingebäck. Kekse und Plätzchen werden zur Untergruppe der Dauerbackwaren gezählt, da sie einen niedrigen Feuchtigkeits- Anteil haben und auf Grund dessen länger haltbar sind.

Backhefe

Backhefe

Wissenschaftlich nennt man die Backhefe auch Saccharomyces cerevisiae. Backhefe ist eine Knospungs-Hefe. (Engl. budding yeast). Der Ursprung der Backhefe liegt in obergärigen Bierhefen. Dies kann man auch am wissenschaftlichen Namen erkennen, nämlich lateinisch "cerevisiae", deutsch "des Bieres". Saccharomyces bedeutet "Zuckerpilz". Diese Formulierung kommt aus dem Altgriechischem.

Backpulver

Backpulver

Backpulver ist ein Triebmittel, das beim Backen den jeweiligen Teig aufgehen lassen soll. Die Zusammensetzung aus der Backpulver besteht ist Natron und ein Säuerungsmittel, häufig ist dieses ein saures Salz. In der Regel wird hier Zitronensäure oder auch Weinsäure genutzt.

Bierhefe, trocken

Bierhefe, trocken

Die einzellige und kugelförmige Bierhefe gehört der Spezies Saccharomyces cerevisiae an, die auch die handelsübliche trockene Bäckerhefe umfasst. Die beiden Trockenhefen unterscheiden sich lediglich darin, ob sie aktiv oder inaktiv (abgetötet) sind. Die Bäckerhefe ist eine aktive Hefe, weswegen sie auch zum Auflockern von Teigen genutzt wird - wohingegen die Bierhefe abgetötet ist und nur durch ihre Inhaltsstoffe wirkt.

Gelatine

Gelatine

Gelatine leitet sich vom lateinischen Verb "gelare" ab, und lässt sich mit "erstarren" übersetzen. Gewonnen wird Gelatine maßgeblich aus dem Bindegewebe von Haut, Sehnen, Knorpel und Knochen von Schwein oder Rind.

Paniermehl

Paniermehl

Handelsübliches Paniermehl besteht aus geriebenem Weißbrot oder Brötchen und ist auch unter den Namen Weckmehl, Panierbrot, geriebene Semmel, Semmelmehl oder Semmelbrösel bekannt. Der Name ist vom französischen Begriff "pané" abgeleitet, das mit "Brot bestreuen" übersetzt werden kann.

Paniermehl Vollkorn

Paniermehl Vollkorn

Bei Vollkorn-Paniermehl handelt es sich um ein aus trockenen Vollkornbrötchen hergestelltes Mehl, das in der Küche in vielfältiger Weise Verwendung findet, beispielsweise als Panade für Fleischgerichte. Der Begriff "Paniermehl" ist der französischen Sprache entlehnt ("paner") und heißt "mit geriebenem Brot bestreuen". Das auch als "Semmelbrösel", "Weckmehl" oder "Semmelmehl" bekannte Lebensmittel eignet sich hervorragend als Reste-Verwertung für altbackene Brötchen.

Senf

Senf

Ohne Zweifel ist der Senf ein Gewürz mit besonderer Geschichte. "Senf schärft den Verstand", so hat der berühmte griechische Philosoph Pythagoras in eines der ältesten Zeugnisse im 5. Jahrhundert das Gewürz beschrieben. Diesbezüglich wurde das Mehl der scharfen Körner bereits im antiken Rom nicht nur zum Würzen, sondern auch als Zusatz von Öl verwendet. Dabei wurden die scharfen Samen lange Zeit nur gemahlen und so über Gerichte gestreut.

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