Kleingebäck

Kleingebäck
Kleingebäck

Offiziell versteht man unter Kleingebäck alle Backwaren unterhalb eines Gewichtes von 250 Gramm. Obendrein sollten diese Backwaren alle Bedingungen erfüllen, die auch für Brot gelten. Veröffentlicht ist diese offizielle Definition im Bundesanzeiger Nr. 184 vom 28.9.2005 in den "Leitsätzen für Kleingebäck". Nicht berücksichtigt werden hier frühere Vorschriften, die in der ehemaligen DDR für Kleingebäck galten. Da es typisch ist, dass sich solches Kleingebäck regional sehr unterschiedlich ausprägt oder auch nur benennt, werden im Folgenden typische regionale Kleingebäckstücke vorgestellt.

 

Das Brötchen als Kleingebäck

Auf jedem Frühstückstisch finden sich Brötchen, aber nicht überall heißen sie so. Bekannt ist dieser Begriff in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, im Norden von Rheinland Pfalz und in Teilen von Hessen, im Norden von Sachsen-Anhalt und in Teilen Brandenburgs. In Thüringen und im Süden von Sachsen-Anhalt wird die Bezeichnung "Semmel" verwendet, die sich aber durchaus in einem Bedeutungsunterschied zum Brötchen in einigen Gegenden Österreichs befindet, wo eine Brötchen ein eher belegtes Canapé ist.

Kleingebäck - Die Semmel

Die Semmel gibt es im gesamten Bayern, in großen Teilen Österreichs, in Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, aber auch in Tschechien, Ungarn und Bosnien. Der Begriff ist aus dem Assyrischen über das Lateinische in unseren Sprachraum gelangt.

Kleingebäck - Der Weck

Der Weck mit regional noch angehängten diminutiven Endungen ist in ganz Baden-Württemberg, Südhessen, Rheinhessen, der Pfalz, und Franken zu Hause, meint aber ausschließlich Milchbrötchen.

Kleingebäck - Das Rundstück

Rundstücke sind in Hamburg, Schleswig-Holstein und im nordwestlichen Niedersachsen die Bezeichnung für ein Brötchen, das manchmal auch warm gegessen wird.

Kleingebäck - Die Schrippe

Die Schrippe ist in Berlin zu Hause, in Brandenburg, z.T. in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein und meint in erster Linie ein Wasserbrötchen.

Seltenere Bezeichnungen für Kleingebäck

Die Bömmel bekommt man auf Hiddensee und in Mecklenburg-Vorpommern für ein Brötchen. Kiff, Laabla und Stella sagt man in Franken dazu. Auch in der Form und Machart unterscheiden sich diese Backwaren regional. Variationen gibt es in der Verwendung von Mehl oder Wasser, den Anteilen von Fett und Eiern und den Mehlsorten. In Verbindung mit bestimmten kirchlichen Gepflogenheiten werden bestimmte Brötchenexemplare auch nur jahreszeitlich produziert. Besonders im Süden typisch sind die Laugenbrezeln oder Laugenweck. Sie werden mit Natriumhydroxid benetzt und erhalten so die typisch dunkelbraune Farbe.

Im Kontext mit gesundheitsorientierter Ernährung haben sich mittlerweile allerorten verschiedene Formen von Brötchen durchgesetzt, die nicht mehr nur Weizenmehl enthalten, sondern obendrein Körnerstreu beinhalten oder aufgebacken werden können.

Kleingebäck - Die Brezel

Die bereits erwähnten Brezeln, die es seit dem 14. Jh. gibt und die zum Wahrzeichen der Bäckerinnung wurden, sind verschlungene Teigstränge, über deren Ursprung es viele Sagen und Mythen gibt. Fest steht jedenfalls zweifelsfrei, dass man sie bereits auf Gemälden von Pieter Breughel d.Ä. findet, der damit erstmals dokumentiert, dass Brezeln in der Fastenzeit als Nahrungsmittel dienten, weil sie eine andere Form aufwiesen. Andere wieder behaupten, die Brezel sei angesichts des Verbotes heidnischer Backwaren entstanden.

Auch die Brezel gibt es in zwei Varianten, nämlich Süß und Salzig. Ihre Verwendung ist z.T. an bis heute aktuelle Bräuche ( Martinszug, Sommertagszug, Neujahrsbrezeln, Oktoberfest ) geknüpft, die wiederum für bestimmte Regionen (vor allem in Süddeutschland: Baden, Kurpfalz) typisch sind. Salzige Brezeln werden als Laugenbrezeln wie Laugenbrötchen hergestellt.

 

Nährwert
kcal: 515 KJ
KJ: 2155 KJ
Kohlenhydrate: 62 g
Proteine: 6,7 g
Fett: 26,7 g
Wasser: 4 g
Cholesterin: 62 mg
Vitamine
Niacin: 0,6 mg
Vitamin A: 173 µg
Vitamin B1: 0,14 mg
Vitamin B2: 0,19 mg
Vitamin B6: 0,18 mg
Vitamin C: 1 mg
Vitamin E: 0,8 mg
Mineralstoffe
Calcium: 136 mg
Eisen: 1,6 mg
Kalium: 257 mg
Magnesium: 43 mg
Natrium: 266 mg
Phosphor: 245 mg

Feinbackwaren

Feinbackwaren

Feine Backwaren, auch unter der kurzen Bezeichnung Feinbackwaren zusammengefasste ernährungsrelevante Produkte gehören grundsätzlich zum Gebäck. Es handelt sich bei Feinbackwaren um eine besondere Art von Gebäck, welches in der rezepturbezogenen Zusammensetzung bestimmten Anforderungen und Vorgaben gerecht werden muss.

Butterkeks

Butterkeks

Die französische Firma Lefèvre-Utile stellte 1886 den ersten Butterkeks her. Den zweiten Butterkeks stellte knapp fünf Jahre später die deutsche Firma Bahlsen her, und vertreibt ihn bis heute unter dem Namen Leibniz. Nachdem in Deutschland der leckere Keks Einzug nahm, begannen auch einige andere Firmen mit der Produktion der besonderen Kekse wie zum Beispiel die volkseigenen Betriebe der ehemaligen DDR.

Hefegebäck

Hefegebäck

Eine Gebäckart, die von den meisten Menschen vielfach noch verkannt wird, ist das Hefegebäck. Hefegebäck ist äußerst vielseitig. Allein bei der Zubereitung des Hefeteiges gibt es die unterschiedlichen Variationen. Hefegebäck kann aus einem leichten Hefeteig, der zum größten Teil aus Mehl, Hefe und Wasser besteht oder auch aus schwereren Teigen mit Eiern und Fett zubereitet werden.

Kräcker

Kräcker

Kräcker haben als Snack und Partyhappen längst den Weg in die Haute Cuisine gefunden. Der unkomplizierte Genuss der knusprigen herzhaften Backwaren ist als Beilage zu verschiedenen Dipps und Soßen beliebt und begehrt. Einfach und doch stilvoll können Partygäste mit einer Auswahl Dipps und diversen Kräcker Sorten bewirtet werden.

Salzstangen

Salzstangen

Die Salzstangen stammen ursprünglich aus den USA. Im Jahre 1935 kamen sie erstmals nach Deutschland. Größere Popularität fanden sie erstmals in der deutschen Nachkriegszeit. Sehr gefragt waren sie als kleine Zwischennascherei oder als Beilage zu Wein, Bier oder ähnlichem. Der Erfolg der Salzstangen hatte somit begonnen.

Vollkornkeks

Vollkornkeks

Die gesunde und ausgewogene Ernährung ist zu einem wichtigen Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Bewusstes Leben, viel Bewegung und Sport sind vielen Menschen ebenso wichtig geworden. Es kommen immer mehr Lebensmittel auf den Markt, denen nachgesagt wird, wie wichtig sie für den gesamten Körper und seine Entwicklung sind. Das Vollkorngetreide und damit auch alle Feinbackwaren aus Vollkorn, wie z.B. der Vollkornkeks, werden diesen gesunden Lebensmitteln zugeordnet.

Vollkornzwieback

Vollkornzwieback

Vollkornzwieback ist die ballaststoffreichere Variante des gewöhnlichen Zwiebacks. Geschmacklich passt es aber im Vergleich eher zu herzhaftem Belag als zu süßem. Durch das volle Korn bleibt man nach der Aufnahme von Vollkornzwieback länger satt, wie bei allen Vollkornprodukten auch. Außerdem wird der Körper mit den notwendigen Ballaststoffen versorgt, die für die Verdauung äußerst gesund sind.

Waffelmischung

Waffelmischung

Waffelmischungen haben ausgesprochen viele Vorteile. Durch ihre Verwendung kann wertvolle Zeit eingespart werden. Sie machen es unnötig, die einzelnen Zutaten extra einzukaufen. Diese werden pro Backvorgang niemals vollständig aufgebraucht und man läuft Gefahr, dass sie bis zum nächsten Backvorgang nicht mehr gut sind und entsorgt werden müssen. So gut wie nie können die Zutaten genau in der Menge gekauft werden, in der sie nach dem Rezept benötigt werden. Dies wäre ein sehr seltener Zufall.

Weitere Bilder von Kleingebäck