Roggenbrot

Roggenbrot
Roggenbrot

Im Allgemeinen wird als Roggenbrot solches Brot bezeichnet, das einen mindestens 90%igen Anteil an Roggenmehl hat. Ansonsten handelt es sich um Mischbrot.

 
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Was ist das Besondere am Roggenbrot

Roggenbrot hat gegenüber Weizenbrot den Nachteil, dass es ohne Zusatz von Sauerteig in sich zusammenfallen würde und gar nicht backfähig wäre, zumindest nicht die schön lockere und dennoch bissfeste Konsistenz hätte, die wir vom Brot gewohnt sind. Dennoch hat die ungesäuerte Variante ihren Sinn immer dann, wenn Brot benötigt wird, das extrem lange haltbar sein muss, wie z.B. auf langen Schiffsfahrten. Dann erhält man ein hartes und haltbares Fladenbrot.

Dem Roggenteig fehlt der sogenannte Kleber, der beim Weizenbrot für gute Backeigenschaft sorgt. Diese als Gluten bekannten Kleber fehlen dem Roggenbrot ebenso wie es andererseits viele Enzyme besitzt, die den dadurch bedingten Abbau von Stärke das Brot beim Backen glitschig macht. Die Säure aus dem Sauerteig (Sauerteigführung) sorgt nun einerseits für die Verstärkung der Kleber und auf der anderen Seite für die nötige Enzymhemmung. Nur die Beigabe von Hefe würde nicht ausreichen, um eine lockere Krume entstehen zu lassen. Der Sauerteig kann auch aus Haltbarkeitsgründen durch sogenanntes Reinzuchtsauer ersetzt werden, das immer noch die Bäckerhefe als Ergänzung benötigt. Erst dann ergibt sich beim Backen das wunderbar lockere und herzhafte Roggenbrot, das alle so lieben.

Roggenbrot selbstgemacht

Roggenbrot wird aus Mehl bzw. Schrot, Wasser, Hefe, Salz, Sauerteig und bei manchen Sorten mit Brotgewürzen wie Kümmel, Anis, Fenchel oder Koriander hergestellt. Hier soll ein Rezept für ein schmackhaftes Roggenbrot beschrieben werden.

Zutaten für Roggenbrot (ergeben 2 Brote á 850 g):

  • 1 kg Roggenmehl 1150
  • 750 ml lauwarmes Wasser
  • 2 Teelöffel Honig
  • 2 Teelöffel Zucker
  • 25 g Trockensauer ST20
  • 25 g Salz
  • 4 Esslöffel Balsamico-Essig
  • 1 Teelöffel Kümmel
  • 1 Teelöffel Roggenmalz
  • 1 Teelöffel Anis
  • 1 Päckchen Trockenhefe

Teigzubereitung von Roggenbrot

Man vermenge etwa 50 ml Wasser mit dem Zucker und dem Honig sowie der Trockenhefe und lasse die Hefe etwa 15 min wirken. Kümmel und Anis werden im Mörser gestoßen, und alle trockenen Zutaten anschließend in einer Schüssel gemischt. Das Roggenmalz sorgt hauptsächlich für eine dunklere Farbe des Brotes. Dazu gebe man dann die Hefe und die restlichen 700 ml Wasser und den Essig und knete alles gut durch. Dabei eventuell noch ein wenig Mehl nachschütten, bis der Teig gerade so fest ist, dass er sich vom Schüsselboden löst.

Den Teig lasse man dann etwa 1 bis 2 Stunden ruhen. Danach wird er nochmals kräftig geknetet. Falls nötig, eventuell nochmals Mehl dazugeben, bis der Teig sich gerade wieder von der Schüssel löst. Den Teig teile man in zwei Hälften, jede davon wird auf einem bemehlten Brett per Hände gewalkt und zu einem länglichen Zylinder ausgerollt. Die beiden Teigrollen lege man auf ein bemehltes Backblech und lasse den Teig dann aufgehen. Das dauert je nach Teig- und Raumtemperatur und nach Aktivität der Hefe etwa 1 bis 2 Stunden, wobei sich das Volumen in etwa verdoppelt.

Den Backofen auf etwa 250°C vorheizen und die beiden Roggenbrote mit einem Messer etwa 2 cm tief der Länge nach einritzen. Das Blech mit den Broten in den Ofen geben und die Tür schließen. Man drehe unmittelbar danach die Backtemperatur auf 150°C zurück und schalte die Umluft ein. Ohne Umluft sollte man nur auf 170°C zurückgehen. Nach genau einer Stunde sind beide Roggenbrote fertig und können nach einer Abkühlungszeit von zirka zwei Stunden verzehrt werden.

 

Nährwert
(auf 100g Roggenbrot)
kcal: 219 KJ
KJ: 915 KJ
Kohlenhydrate: 45,7 g
Proteine: 6,7 g
Fett: 1 g
Wasser: 40 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Roggenbrot)
Niacin: 0,9 mg
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0,18 mg
Vitamin B2: 0,12 mg
Vitamin B6: 0,2 mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: 1,1 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Roggenbrot)
Calcium: 29 mg
Eisen: 2,5 mg
Kalium: 244 mg
Magnesium: 35 mg
Natrium: 523 mg
Phosphor: 118 mg

Backwaren

Backwaren

Im Bereich der Lebensmittel sind die Backwaren ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung, da sie Lebensmittel aus Getreide und Getreide- Erzeugnissen sind, die durch eine bestimmte Verfahrensweise, nämlich dem Backen, zu den verschiedensten Produkten verarbeitet werden. Backwaren lassen sich in drei große Gruppen unterteilen. Zum einen gibt es das Brot, desweiteren das Kleingebäck und dann das Feingebäck. Kekse und Plätzchen werden zur Untergruppe der Dauerbackwaren gezählt, da sie einen niedrigen Feuchtigkeits- Anteil haben und auf Grund dessen länger haltbar sind.

Baguette

Baguette

Das Baguette ist eine lange Backware aus Weißbrot. In der Regel ist das Baguette sehr luftig, knusprig und schmackhaft. Ursprünglich kommt die Backware aus Frankreich. Besonders qualitativ hochwertiges Baguette hat eine grobe, fraktale Porung, was sich auf Grund der Herstellung und der Hefe begründet.

Grahambrot

Grahambrot

Der Name "Grahambrot" geht zurück auf den amerikanischen Arzt Sylvester Graham (1794 -1851). Es handelte sich um ein Brot aus ungesiebtem, feingeschrotetem Vollkornweizen. Es wurde ohne Zusatz von Treibmitteln wie Sauerteig oder Hefe nach spontaner Gärung in einer Kastenform gebacken. Sylvester Graham entwickelte das Grahambrot im Jahr 1829. Zu jener Zeit galt es als Zeichen eines höheren wirtschaflichen Status, Brot aus Weißmehl zu essen.

Knäckebrot

Knäckebrot

Das Knäckebrot stammt aus Europas Norden. Die Entstehungsgeschichte des knackigen, trockenen Brotes beginnt mit der Notwendigkeit der Haltbarmachung der Ernten, denn die skandinavischen Sommer- und Reifezeiten waren kurz. Die findigen Nordländer entwickelten dazu viele originelle Ideen, beispielsweise der gezielte Entzug von viel Feuchtigkeit beim Backen. So entstanden knusprige, harte Brote, die mehrere Monate lagerfähig waren.

Laugenbrötchen

Laugenbrötchen

Es gibt viele Geschichten über die Herkunft der Laugenbrötchen. Alle diese Geschichten haben eines gemeinsam: Angeblich ist die Herstellung der ersten Laugenbrötchen reiner Zufall gewesen. Ein Teigrohling soll zufällig mit einer Natronlauge in Berührung gekommen sein und sei dann in einen Eimer voller heißer Lauge gefallen sein. Lauge wurde damals zum Reinigen von Backblechen oder Backöfen genutzt.

Mehrkornbrot

Mehrkornbrot

Es gibt viele Brotsorten, die im Umlauf sind, wovon aber das Mehrkornbrot das wahrscheinlich gesündeste ist. Wie die Bezeichnung Mehrkorn schon verrät, wird dieses Brot aus mehreren unterschiedlichen Körnern oder auch Getreidesorten gebacken.

Pumpernickel

Pumpernickel

Die ursprüngliche Herkunft des Wortes Pumpernickel bleibt in der Geschichte verborgen. Es können zahlreiche Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. So reicht die Palette über ein mittelalterliches Schimpfwort bis hin zur Bezeichnung für einen arglistigen Kobold. In hessischen Prozessakten der Inquisition wurde gar der Teufel als “Pompernickel” bezeichnet.

Roggenmischbrot

Roggenmischbrot

Eines der beliebtesten und meistgekauftesten Brotsorten Deutschlands ist das Roggenmischbrot. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Roggenmischbroten, z.B. das Heidebrot, das Paderborner Landbrot oder der Frankenlaib.

Roggenmischbrot mit Kleie

Roggenmischbrot mit Kleie

Roggenmischbrote mit Kleie oder ohne Kleie sind nicht zu verwechseln mit reinen Roggenbroten. Roggenbrote enthalten mindestens 90 Prozent Roggen. Der Anteil von Roggenmischbroten mit Kleie zum Beispiel kann weitaus geringer sein. So enthält das Mischbrot 51 – 89 Prozent Roggen. Im Vergleich zum Weizenbrot enthält Roggenmischbrot mit Kleie mehr Korn.

Roggenschrot- und Vollkornbrot

Roggenschrot- und Vollkornbrot

Vollkorn bedeutet, dass nicht nur der weiße Mehlkörper im Korninneren verwendet wird, sondern auch die Randschichten. Roggenschrot- und Vollkornbrot versorgt somit den menschlichen Organismus mit den Vitaminen B1, B2, B6 und E. Zusätzlich liefern die Randschichten des Korns Mineralien und Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Magnesium, Mangan und Kalium.

Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen

Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen

Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen wird aus einer Mischung von Vollkornmehl von 90 % und einem Anteil von Sonnenblumenkernen von ca. 8 % hergestellt. Dieses Brot vereinigt die hohen Gesundheitswerte eines Vollkornprodukts mit denen der Sonnenblumenkerne.

Weißbrot

Weißbrot

Die Ursprünge des Weißbrotes heutiger Prägung liegen, wie bei so vielen schmackhaften Lebensmitteln, in Frankreich, dem Land der Gourmets, wo es im Übrigen wesentlich (zumindest im frischen Zustand) geschmacksintensiver und viel knuspriger ist als in hiesigen Breitengraden. Von Frankreich aus, hat es seinen Siegeszug in den gesamten Mittelmeerraum aber auch bis nach Deutschland angetreten, wo es sehr begehrt ist und zu allen Gelegenheiten gegessen wird.

Weizenbrötchen

Weizenbrötchen

Unter einem Weizenbrötchen versteht man im Allgemeinen ein Kleingebäck, das vor allem in Nord- und Mitteldeutschland verwendet wird. In anderen deutschen Regionen, wird das Weizenbrötchen (oder das Brötchen an sich) auch als Semmel, Wecken oder Rundstück bezeichnet. Dabei dürfen die Brötchen nicht schwerer als 250 Gramm sein, da sie sonst nicht als Kleingebäck nach den Leitsätzen für Brot gelten.

Weizenmischbrot

Weizenmischbrot

In Europa zählt Brot zu den unverzichtbaren Nahrungsmitteln. Allein In Deutschland werden mehr als 300 Brotsorten angeboten, darunter auch das Weizenmischbrot. Es ist ein sehr bekömmliches und leicht verdauliches Brot.

Weizenschrot- und Vollkornbrot

Weizenschrot- und Vollkornbrot

Innerhalb der dunklen Brotsorten gehören Weizenschrot- und Vollkornbrot ebenfalls zu den gesunden Brotzubereitungen, die sich durch einen hohen Anteil an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien auszeichnen. Das Weizenschrotbrot wird in die Weizenmischbrote eingruppiert und wird in einer kastenförmigen Backform ausgebacken. Besonders lecker ist die typisch intensiv dunkelbraune Farbe der Kruste.

Weizentoastbrot

Weizentoastbrot

Weizentoastbrot, das gelegentlich auch als Röstbrot bezeichnet wird, ist eine spezielle Art des Kastenweißbrots, das sich durch seine besonders feinen Poren, seinen charakteristischen, leicht an Butter erinnernden Geschmack, sein typisch mildes Aroma sowie seine sehr dünne Kruste auszeichnet. In der Regel wird es vor dem Verzehr getoastet; besonders in Kombination mit süßen Belägen wie Honig oder Schokoladencreme oder auch als Grundlage für Sandwiches kommt es aber auch ungetoastet zum Einsatz.

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