Majoran

Majoran
Majoran

Die Heimat der Gewürzpflanze ist Kleinasien, in allen Ländern rund um das Mittelmeer ist der Majoran schon seit alters her ein bekanntes und beliebtes Gewürz. Seine Expansion in die klimatisch nicht so begünstigten Ländern Europas lässt sich daran ablesen, dass Majoran heute nicht nur in den Mittelmeerländern, sondern auch in Mittel- und Osteuropa angebaut wird.

 
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Ursprung, Verbreitung von Majoran

Majoran gehört zu den Gewürzkräutern, die auf Wachstum in einem warmen Klima angewiesen sind, um ihr volles Aroma ausbilden zu können. Der Name soll auf das lateinische amaracum bzw. griechische amarakos zurückgehen. Hier soll das Wort amor (Liebe) beteiligt gewesen sein, da der Majoran schon bei den Griechen als Pflanze der Liebesgöttin galt und in der römischen Literatur als Aphrodisiakum gepriesen wurde. Die Namen in fast allen europäischen Sprachen werden auf diesen Wortstamm zurückgeführt, allerdings klingt auch das lateinische major (größer) in den europäischen Namen mit, wie der deutsche Name sehr deutlich zeigt.

Majoran - die Pflanze

Der Majoran gehört zur Familie der Lippenblütengewächse, wie auch Minze, Basilikum, Lavendel und Salbei. Er wird in der frischen Form, in der er wesentlich aromatischer ist, und als getrocknetes Gewürz - dann in geschnittener und gerebelter Ausführung - eingesetzt. Er schmeckt herzhaft, leicht süßlich und ein wenig bitter. Der Geschmack erinnert am ehesten an Bohnenkraut oder den wilden Verwandten Oregano.

Der Geschmack des Oregano wird jedoch neben ätherischen Ölen durch seinen Gehalt an Phenolen charakterisiert, diese komplexen Aromasäuren fehlen dem Majoran völlig, was die Geschmacksabweichungen und auch den deutlich unterschiedlichen Geruch erklärt. Auch Majoran enthält jedoch ätherische Öle, deren Gehalt je nach Wärmezone, Boden der Anbaulandschaft und Zeit der Ernte geringer als 1 Prozent sein kann, aber auch bis zu 3,5 Prozent steigen kann. Diesen ätherischen Ölen werden neben ihrer wichtigen Funktion für Geruch und Geschmack vielfältige Wirkungen für die Gesundheit nachgesagt. Dank ihrer soll Majoran schleim- und krampflösend sein, den Magen stärken und Nervenschmerzen lindern. Auch antiseptische Wirkung wird dem Majoran nachgesagt, die aber im Vergleich zum Beispiel zur Zwiebel eher gering sein dürfte.

Majoran in der Küche

Mit seinem kräftigen Geschmack passt er gut zu allen deftigen Gerichten. Als Begleiter harmonieren besonders Pfeffer, Lorbeer und Wacholder, auch Knoblauch und andere Kräuter werden vor allem im Mittelmeerraum zusammen mit Majoran eingesetzt. So verwenden ihn die Italiener mit Knoblauch für deftige Tomatensoßen; in Ligurien wird er mit anderen Kräutern für die beliebten Blätterteig-Pasteten und in Gemüsefüllungen eingesetzt.

In Frankreich kann er die Fines Herbes ergänzen, eine klassische Mischung von Kräutern zur Verfeinerung von Soßen und Suppen, Omeletts und frischem Käse. Er kann auch Bestandteil des Bouquet Garni sein, jenes berühmten Kräutersträußchens, das zum Aromatisieren von der Bouillon bis zum Schmorgericht mitgekocht wird und seine französischen Wurzeln längst durch Einsatz in der internationalen Küche überwunden hat.

In Deutschland wird Majoran traditionell für dunkle Fleischragouts und Wildgerichte eingesetzt, auch gebratene Leber wird herkömmlich mit Majoran gewürzt. Zusammen mit Thymian gehört er seit der Urzeit der Wurstherstellung in die Gewürzmischungen vieler Würste, was ihm in Deutschland auch den Namen Wurstkraut bescherte. Auch bekannt bei uns ist Schmalz mit Apfel, Zwiebel und Majoran.

Nährwert
(auf 100g Majoran)
kcal: 50 KJ
KJ: 209 KJ
Kohlenhydrate: 7,4 g
Proteine: 2,3 g
Fett: 1,2 g
Wasser: 84,5 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Majoran)
Niacin: 1,1 mg
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0,05 mg
Vitamin B2: 0,06 mg
Vitamin B6: 0,01 mg
Vitamin C: 9 mg
Vitamin E: 0,1 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Majoran)
Calcium: 350 mg
Eisen: 7 mg
Kalium: 270 mg
Magnesium: 60 mg
Natrium: 15 mg
Phosphor: 55 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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