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Kerbel
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Kerbel

Der Echte Kerbel (lateinisch: Anthriscus cerefolium) ist eine einjährige Pflanze und zählt botanisch gesehen zu den Doldenblütlern und stammt damit aus der gleichen Pflanzenfamilie wie beispielsweise Dill, Koriander, Petersilie und Kümmel. Sofern nicht kultiviert, kommt er in der freien Natur vor allem in gemäßigten Klima - Regionen in Süd -/ und Mitteleuropa vor, kann jedoch unter entsprechenden Bedingungen auch im Garten, in Töpfen oder in Gewächshäusern angepflanzt werden.

Anbau von Kerbel

Kerbel bevorzugt eher schattige Anbauflächen mit nur geringer oder keiner Sonneneinstrahlung, sowie einem lockeren und mäßig feuchten Boden. Eine zu starke Bewässerung führt zum Absterben der nicht sehr robusten Pflanze. Ausgesät werden können die Samen je nach Wetterlage ab etwa März oder April, wenn kein Frost mehr zu erwarten oder vorhanden ist. Geerntet werden kann während bzw. noch kurz nach der Blüte in den Monaten Mai bis November.

Kerbel Aussehen

Die Pflanzen erreichen in etwa eine Wuchshöhe von 70 bis 80 cm und entwickeln in der Blütezeit von Mai bis November kleine, weiße Blüten. Die Stängel des Kerbels sind grün und innen hohl. Die Blätter sind mehrstufig (zweifach bis vierfach) gefiedert und bilden kleine, relativ spitz zulaufende Dreiecke. An den Blatträndern befinden sich Einkerbungen. Während die Oberseite der Blätter kahl ist, befinden sich auf der Unterseite der Blätter kleine Härchen.

Kerbel Geruch und Geschmack

Durch die zahlreichen ätherischen Öle entfaltet Kerbel einen sehr eindringlichen, leicht süßlichen Geruch. Geschmacklich ist er zwischen Petersilie und Dill anzusiedeln und weist einen süßlichen und intensiven Geschmack auf. Kerbel wirkt appetitanregend und stoffwechselfördernd.

Kerbel Verwendung

Aufgrund der zarten Struktur darf Kerbel nicht zu lange erhitzt werden und sollte daher erst kurz vor Schluss zugegeben werden, da sich ansonsten die ätherischen Öle verflüchtigen. Durch seinen leicht süßlichen Geschmack eignet er sich vor allem dazu, Gerichten eine frische Note zu verleihen. Besonders geeignet ist er außerdem für Kräutersoßen und Kräutersuppen. Dafür werden in der Regel die Stängel und die Wurzel verwendet und ausgekocht, da sie den intensivsten Geschmack und das meiste Aroma bieten.

Der bekannteste Verwendungszweck ist vermutlich derjenige als Zutat in der "Frankfurter grünen Soße", bei der Kerbel häufig in der Rezeptur zu finden ist. Des Weiteren wird Kerbel als eines der sehr wenigen Kräuter neben Basilikum, vor allem in der gehobenen Gastronomie, als Dessertkomponente eingesetzt und häufig in Sorbets („halbgefrorenes" Eisdessert) verwendet.

Trotz seines sehr intensiven und starken Aromas ist Kerbel kein primär vorherrschendes Kraut, sondern unterstützt fast sämtliche Geschmäcker und Gerichte, passt aber vor allem zu Fisch und Geflügel. Auf Grund der ansprechenden Optik und des sehr intensiven Geruchs werden vor allem die Blätter außerdem häufig als Dekorative Elemente zum Garnieren verwendet. Kerbel sollte jedoch stets frisch geerntet verwendet werden, da die Blätter dazu neigen, schon wenige Zeit nach dem Abschneiden ihre Farbe zu verlieren und sich hellgrün bis gelblich zu verfärben.

 

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