Brunnenkresse

Brunnenkresse
Brunnenkresse

Die Brunnenkresse, zum Teil auch als Wasserkresse bezeichnet, ist eine Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Die genügsame Pflanze wächst mittlerweile fast überall auf der Welt. Sie bevorzugt sonnige oder halbschattige Lage und benötigt zum Gedeihen nährstoffreiche Gewässer. Häufig kommt sie an Quellen, Bächen und Teichen vor, da sie einen humusreichen, feuchten Boden benötigt.

 
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Anbau von Brunnenkresse

Brunnenkresse stammt ursprünglich aus Europa und wurde bereits in der griechisch- römischen Antike als Gemüse verwendet. Systematisch angebaut wurde sie wahrscheinlich seit dem 17. Jahrhundert. Obwohl Brunnenkresse mit der Rückbesinnung auf alte und vergessene Gemüsesorten seit den 1990er Jahren einen Aufschwung genommen hat, gibt es heute nur sehr wenige Anbauflächen in Europa und den USA. Die Ernte muss per Hand erfolgen, da der Maschineneinsatz die Pflanze schädigen würde. Aus diesem Grund ist der Anbau von Brunnenkresse personalintensiv und nur bedingt ertragreich.

Inhaltsstoffe und Nährwert von Brunnenkresse

In Brunnenkresse sind Gerbstoffe, Zucker, Bitterstoffe, Raphanol und Ätherische Öle enthalten. Vitamine und Mineralstoffe machen sie zu einem sehr gesunden Lebensmittel. Die Vitamine A, B1, B2, C und E kommen in der Pflanze ebenso vor, wie die Mineralstoffe Iod, Eisen, Calcium und Phosphor. Früher galt Brunnenkresse als wichtiger Lieferant von Vitamin C, da man sie ganzjährig ernten konnte. Der Energiewert von 100 Gramm frischer Blätter liegt bei 19 Kalorien. Brunnenkresse wird gern bei Frühjahrskuren zum Einsatz gebracht, weil es den Stoffwechsel anregt. Das Kraut hat eine verdauungsfördernde, harntreibende und leicht antibiotische Wirkung, weshalb Brunnenkresse zuweilen in Milchprodukten (insbesondere Quarks) eingesetzt wird, die sich als gesundheitsfördernde Lebensmittel ausweisen.

Brunnenkresse - Verwendung beim Kochen und Würzen

Geschmacklich ist Brunnenkresse mit der bekannteren Gartenkresse vergleichbar, gilt allerdings als etwas aromatischer. Brunnenkresse hat einen leicht scharfen, erfrischenden Geschmack. Er wird durch das Senföl- Glykosid Gluconasturtiin verursacht. Senföl- Glykoside sind stickstoff- und schwefelhaltige chemische Verbindungen, die als sekundäre Pflanzenstoffe Gemüsearten wie Senf, Rettich, Kohl und Kresse einen bitteren, säuerlichen oder scharfen Geschmack verleihen. Diese Eigenschaften schränken den kulinarischen Gebrauch der Brunnenkresse auf die Veredelung oder Garnierung von Speisen ein, während man sie in der Regel nicht beim unmittelbaren Kochen und Würzen zum Einsatz bringt.

Beim Anrichten findet Brunnenkresse vor allem in Salaten und Suppen Verwendung, um sie geschmacklich zu veredeln oder mehr Schärfe einzubringen. Sie lässt sich hingegen nicht wie andere Gemüse- und Gewürzpflanzen in getrocknetem Zustand als Gewürz verwenden, weil sie dann ihren typischen Geschmack fast völlig verliert. Pur oder in Mischung mit anderen Kräutern würzt man mit Brunnenkresse auch Fisch- und Eiergerichte sowie Milchprodukte wie Kräuterbutter, Frischkäse, Kräuterquark und Remouladen. Sehr häufig wird Brunnenkresse als Garnitur unterschiedlicher Speisen eingesetzt, so beispielsweise bei Steaks, Sandwiches oder rohem Spinat.

Lagerung der Brunnenkresse

Brunnenkresse lässt sich nicht lange lagern, weil sie an sehr feuchte Bedingungen gewöhnt ist und schnell austrocknet. Bei Zimmertemperatur hält sie sich nur etwa einen Tag. Im Kühlschrank kann sie bei einer Temperatur zwischen drei und fünf Grad, verpackt oder in Folie eingeschweißt, bis zu einer Woche aufbewahrt werden. Verarbeitung und Verzehr sollten daher schnell erfolgen, um keine Geschmacks- und Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen.

 

Nährwert
(auf 100g Brunnenkresse)
kcal: 22 KJ
KJ: 95 KJ
Kohlenhydrate: 0,4 g
Proteine: 1,2 g
Fett: 1 g
Wasser: 92,5 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Brunnenkresse)
Niacin: 0,8 mg
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0,16 mg
Vitamin B2: 0,06 mg
Vitamin B6: 0,23 mg
Vitamin C: 62 mg
Vitamin E: 1,5 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Brunnenkresse)
Calcium: 170 mg
Eisen: 2,2 mg
Kalium: 230 mg
Magnesium: 15 mg
Natrium: 49 mg
Phosphor: 52 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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