Schwarzwurzel

Schwarzwurzel
Schwarzwurzel

Der Ursprung der Schwarzwurzel ist Südeuropa. Die Schwarzwurzel wird etwa einen halben bis zu einen Meter hoch. Sie ist eine mehrjährige winterharte Pflanze. Ihre Wurzeln werden 30 bis 50 Zentimeter lang, sind etwa drei Zentimeter dick und haben eine braune, schwarze, korkige Rinde. Die Schwarzwurzel, auch Winterspargel genannt, wurde lange Zeit als Heilpflanze verwendet und erst später als Gemüse zubereitet.

 
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Anbau der Schwarzwurzel

Die Wurzel färbt beim Schälen sehr leicht ab, so dass die Hände eine dunkelbraune Färbung annehmen. Weil nämlich von der Wurzel ein klebriger Saft abgesondert wird, ist es vorteilhaft Gummihandschuhe zu tragen. Die Aussaat erfolgt im April, doch sollte man darauf achten, dass nicht zu früh ausgesät wird, weil Jungpflanzen sonst noch dem Frost ausgesetzt werden könnten. Eine zu späte Aussaat jedoch lässt die Wurzeln dünn bleiben. Die Schwarzwurzel mag eine leichte Düngung mit Kompost oder auch Fertigdünger aus organischen Bestandteilen.

Die Schwarzwurzel verträgt keinen frischen Stalldung und bei zu hoher Stickstoffdüngung können die Wurzeln schwammig werden. Die Pflanze mag lockeren, tiefgründigen, feuchten Humusboden in halbschattiger bis sonniger Lage. Ist der Boden nicht tiefgründig genug, verzweigen sich die Wurzeln. Weil die Schwarzwurzel viel Feuchtigkeit benötigt, sollte sie bei Trockenheit intensiv gewässert werden. Schwere Lehm- und Sandböden sind für den Anbau von Schwarzwurzeln nicht geeignet.

Schwarzwurzel Inhaltsstoffe

Bereits im Mittelalter verwendete man die Schwarzwurzel gegen die Pest und Schlangenbisse. Sie zählt zu den begehrenswertesten kalorienarmen und leicht verdaulichen Gemüsesorten im Winter. Für unsere Gesundheit enthält sie sehr wichtige Inhaltsstoffe. Dazu zählen Mangan, Eisen, Kupfer, Folsäure und Spurenelemente. Die Schwarzwurzel hat auch einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen, zu denen auch B1, B2, B3 und E gehören. Deshalb zählt sie zu den wertvollsten Gemüsesorten.

Schwarzwurzel als Heilmittel

Als Heilmittel sind Schwarzwurzeln für die Tätigkeit der Nieren zu empfehlen. Am Abend verspeist, wirkt die Schwarzwurzel entspannend und beruhigend und fördert dadurch den Schlaf. Das Besondere an dieser Wurzel ist, dass sie die Leber entgiftet und zur Bildung roter Blutkörperchen anregt. Dadurch eignet sie sich sehr gut als Schonkost und ist durch ihren leckeren spargelähnlichen Geschmack eine Delikatesse. Die Schwarzwurzel ist hervorragend für Diabetiker geeignet, weil sie ohne Hilfe des Insulinhormons verdaut werden kann. Wegen ihres hohen Gehalt an pflanzlichem Eiweiß ist sie auch bekömmlich für Magenkranke.

Wintergemüse - Schwarzwurzel

Die Schwarzwurzel ist ein Gemüse, welches sich gut als Suppengemüse eignet, aber man kann sie auch garen und als eigenständiges Gericht wie Spargel zubereiten. Der Gemüseanbau der Schwarzwurzel begann erst im 17. Jahrhundert. Weil die Wurzeln dieser Pflanze winterhart sind, beginnt die Ernte bereits im Oktober und dauert bis in den Frühling.

Pflanzenschädlinge der Schwarzwurzel

Leider bekommt die Schwarzwurzel manchmal Besuch von Wühlmäusen, die sich besonders gern im Winter an ihr ernähren. Aber von anderen Pflanzenschädlingen wird sie weitgehend verschont. Nur selten gibt es einen echten Mehltaubefall.

Nährwert
(auf 100g Schwarzwurzel)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 1,6 g
Proteine: 1,4 g
Fett: 0,4 g
Wasser: 78,6 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Schwarzwurzel)
Niacin: 0,3 mg
Vitamin A: 3 µg
Vitamin B1: 0,11 mg
Vitamin B2: 0,03 mg
Vitamin B6: 0,07 mg
Vitamin C: 4 mg
Vitamin E: 6 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Schwarzwurzel)
Calcium: 53 mg
Eisen: 3,3 mg
Kalium: 320 mg
Magnesium: 23 mg
Natrium: 5 mg
Phosphor: 76 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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