Sauerkraut

Sauerkraut
Sauerkraut

Sauerkraut wird aus Weißkohl oder Spitzkohl hergestellt und häufig als Beilage oder Eintopf gegessen. Es gehört zu den probiotischen Lebensmitteln, weil es Milchsäurebakterien enthält. Dies sind lebende Bakterienstämme, die eine gesundheitsfördernde Wirkung auf die Darmflora haben.

 
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Herstellung von Sauerkraut

Allerdings können sie nur wirken, wenn das Sauerkraut in frischem, unerhitztem Zustand verzehrt wird. Daneben enthält Sauerkraut aber auch viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und ist sehr kalorienarm. Auch der Saft wird im Lebensmittelhandel angeboten.

Traditionell benutzt man für die Herstellung von Sauerkraut Steinguttöpfe oder Holzfässer. Vom möglichst frischen Kohl werden die Strünke entfernt, dann wird er geraspelt und in einer dünnen Schicht in den Topf oder das Fass gegeben. Darauf folgt eine Schicht Salz und je nach Geschmack Kümmel, Gewürze, Wacholderbeeren oder auch Wein. Danach werden die beiden Schichten festgestampft, es folgt die nächste Schicht Kohl, Salz und so fort. Am Ende wird der Behälter mit ganzen Kohlblättern, einem ausgekochten Leinentuch und einem Brett, das mit einem Stein beschwert wird, abgedeckt. Der Topf muss luftdicht sein, damit kein Sauerstoff eindringen kann, und er sollte in einem dunklen Raum stehen. Dort beginnt die Gärung, die zwischen sechs Tage und drei Monate dauern kann.

Geschichte des Sauerkrauts

Wann und wo das Sauerkraut erfunden wurde, steht nicht fest. Eine deutsche Erfindung ist es allerdings auf keinen Fall, auch wenn es heutzutage als typisch deutsches Gericht angesehen wird. Bereits im alten China und im antiken Griechenland war es bekannt. So weiß man, dass bereits im dritten Jahrhundert v. Chr. sich die Handwerker, die die Chinesische Mauer bauten, vorwiegend von Reis und gesäuertem Kohl ernährten. Möglicherweise brachten Mongolenstämme das Wissen über die Herstellung in die westliche Welt. Auch der griechische Arzt und Philosoph Hippokrates beschrieb in seinen Schriften das Sauerkraut als sehr gesundes Lebens- und auch Heilmittel. Bei den Römern war es vor allem als Unterstützung für stillende Mütter und als Heilmittel gegen Kopfschmerzen und bei vorangegangenem zu hohem Alkoholgenuss bekannt.

Der Kohl wurde in Europa vor allem durch den Anbau in Klostergärten kultiviert. Hildegard von Bingen, die im 12. Jahrhundert lebte, sah Sauerkraut als Heilmittel gegen Geschwüre, Entzündungen, Gicht, Kopfschmerzen und Kater an. Weiterhin empfahl sie es als verdauungsförderndes, blut- und hautreinigendes Mittel. Für lange Seereisen war Sauerkraut wegen seiner guten Haltbarkeit ideal geeignet und schützte mit seinem hohen Vitamin C-Gehalt die Mannschaft vor allem vor Skorbut, einer Mangelerkrankung, die zunächst zu einem Nachlassen der Leistungsfähigkeit und später auch zum Tod führt.

Da der Anbau von Kohl einfach und preiswert ist, wurde er oft dann verstärkt betrieben, wenn viele Menschen schnell und günstig ernährt werden mussten, wie das zum Beispiel in Kriegen der Fall ist. Vermutlich war Napoleon der erste, der seine Armee mit Sauerkraut versorgte, was dann von anderen Heeresführern übernommen wurde. Auch Pfarrer Sebastian Kneipp stellte im 19. Jahrhundert fest: "Die fleißigen Krautesser werden am ältesten." In seiner Diätkost, die er vor allem bei Verstopfung, Gicht und Zuckerkrankheit einsetzte, waren das Sauerkraut und sein Saft ein wichtiges Element. Industriell wird Sauerkraut seit Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt.

Nährwert
(auf 100g Sauerkraut)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 0,8 g
Proteine: 1,5 g
Fett: 0,3 g
Wasser: 90,7 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Sauerkraut)
Niacin: 0,2 mg
Vitamin A: 3 µg
Vitamin B1: 0,03 mg
Vitamin B2: 0,05 mg
Vitamin B6: 0,2 mg
Vitamin C: 20 mg
Vitamin E: 0,2 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Sauerkraut)
Calcium: 48 mg
Eisen: 0,6 mg
Kalium: 288 mg
Magnesium: 14 mg
Natrium: 355 mg
Phosphor: 43 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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