Rotkohl

Rotkohl
Rotkohl

Der Rotkohl gehört zur Familie der Kreuzblütler, ist verwandt mit dem Weißkohl und unterscheidet sich von ihm durch seine lila Farbe, die durch den enthaltenen Farbstoff Anthocyan verursacht wird. Er ist auch unter den Namen Blaukraut, Blaukohl, Rotkraut, Roter Kappes und französischer Braunkohl bekannt.

 
Anzeige

Rotkohl - Anbau und Sorten

Im Vergleich zum Weißkohl ist sein Wuchs etwas kleiner und fester. Bei den verschiedenen Sorten variiert die Farbe der äußeren Blätter, die Blattadern und Rippen sind jedoch in jedem Fall violett und das Innenleben der Blätter hellrot. Seine Farbe ist stark vom ph-Wert des Bodens abhängig, auf dem er gewachsen ist. Auf sauren Böden wird er eher rötlich, auf alkalischen Böden bläulich. Weiterhin verstärkt sich die rote Farbe noch beim Kochen, indem Säure wie Essig oder Äpfel zugegeben werden und die blaue Farbe durch Zugabe von basischen Produkten wie Backpulver oder Natron.

Die Sortenliste des Bundessortenamtes unterscheidet zwischen Frührotkohl, Mittelfrühem Rotkohl und Herbst- und Dauerrotkohl. Angebaut wird in Deutschland allerdings fast nur der letztere und das überwiegend in den westlichen Bundesländern. Daneben ist der Rotkohl vor allem in den Ländern in Nord- und Mitteleuropa beliebt. Rotkohl wird im Frühling ausgesät oder gepflanzt, er benötigt einen gut gedüngten Boden und ausreichend Wasser. Die Ernte beginnt bereits im Mai und dauert bis Dezember an, doch die meisten Sorten werden im Herbst geerntet, daher ist Rotkohl ein typisches Wintergemüse, das sich auch gut lagern lässt. Auch im eigenen Garten kann er sehr einfach und ertragreich angebaut werden.

Die Heimat des Rotkohls ist vermutlich der Mittelmeerraum und Kleinasien, wo er von dem wild wachsenden Meerkohl abstammt. Nach Europa hat er sich hauptsächlich über die Klöster verbreitet, wo er von den Mönchen kultiviert wurde. Im Mittelalter wurde er sogar als Heilmittel gegen Pest, Furunkel und Asthma eingesetzt.

Rotkohl Inhaltsstoffe

Rotkohl enthält viel Eisen und viele Mineral- und Ballaststoffe. Der Farbstoff Anthocyan gilt als entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. Das Gemüse sollte langsam gegart oder noch besser als Rohkost gegessen werden, weil sich das in ihm enthaltene Ascorbin bei schonendem Erhitzen in Vitamin C verwandelt, wovon Rotkohl sehr viel enthält. Mit 100 Gramm Rotkohl kann ein Erwachsener schon die Hälfte seines Tagesbedarfs an Vitamin C decken.

Im Handel ist er fast das ganze Jahr erhältlich, man erkennt seine Frische an den kräftigen festen Blättern, der satten Farbe und dem festen Kopf. Im Kühlschrank ist er bis zu 14 Tage haltbar, angeschnitte Köpfe sollten aber in Klarsichtfolie verpackt werden. Man kann ihn roh als Salat oder gekocht als Gemüse essen, oft werden Äpfel, Gewürznelken, Muskat oder Lorbeerblätter zugefügt. Im norddeutschen Raum werden vor allem saure Zutaten hinzugefügt, wodurch die rote Farbe verstärkt wird, daher nennt man ihn dort Rotkohl, und im süddeutschen Raum wird er eher süßlich zubereitet, deshalb hat er dort ein eher bläuliches Aussehen und wird Blaukraut genannt. Inzwischen ist er aber auch fertig zubereitet in Gläsern und Konserven im Handel erhältlich.

 

Nährwert
(auf 100g Rotkohl)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 3,5 g
Proteine: 1,5 g
Fett: 0,2 g
Wasser: 91,8 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Rotkohl)
Niacin: 0,4 mg
Vitamin A: 2,5 µg
Vitamin B1: 0,07 mg
Vitamin B2: 0,05 mg
Vitamin B6: 0,15 mg
Vitamin C: 50 mg
Vitamin E: 1,7 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Rotkohl)
Calcium: 35 mg
Eisen: 0,9 mg
Kalium: 267 mg
Magnesium: 26 mg
Natrium: 200 mg
Phosphor: 29 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

Weitere Bilder von Rotkohl