Portulak

Portulak
Portulak

Der Portulak (lat. Portulaca oleracea) ist eine Gemüse- und Gewürzpflanze, die weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Erstaunlich, denn diese Pflanze gilt als außerordentlich gesund und ihre Anwendungen in der Küche sind vielfältig. Außerdem ist der Portulak mit wenig Aufwand im heimischen Garten selbst anzubauen.

 
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Geschichte und Herkunft des Portulak

Die Pflanze stammt aus dem vorderasiatischen Raum, wo sie als Wildpflanze weit verbreitet ist. Bereits die alten Ägypter haben sich intensiv mit dem Portulak beschäftigt und dabei die heilende Wirkung erkannt. Von Vorderasien aus, hat sich der Portulak über den Mittelmeerraum nach Europa weiter ausgebreitet und war im Mittelalter in Zentraleuropa eine beliebte Pflanze. Danach ist sie lange Zeit in Vergessenheit geraten. Durch den Biokisten-Trend erreicht die Pflanze wieder verstärkt Aufmerksamkeit. Viele, die die Pflanze zunächst als "Unkraut" einstufen, entdecken schnell die vielfältigen Möglichkeiten des Portulak für Küche und Hausapotheke.

Portulak-Pflanze

Das Erscheinungsbild der Portulak-Pflanze ist unspektakulär: Aus den roten Stängelchen, die den Boden zunächst verlassen, wachsen sehr schnell dicke, stiellose Blätter, die eine eiförmige Blattform besitzen und ca. 2-3 cm lang sind. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 40 cm erreichen. Der Portulak wächst allerdings auch in Bodennähe und schmiegt sich dann mit seinen roten Stängeln fast wie ein Seestern an den Boden. Ab Juni zieren kleine hellgelbe Blüten die Pflanze.

Der Portulak ist recht anspruchslos und wächst auch bei uns. Da er Wärme mag, sollte die Aussaat nicht vor Mai erfolgen. Außerdem sollte auf einen sandigen, humosen Boden geachtet werden. Die Pflanze wächst dann bei ausreichender Sonnenbestrahlung und Feuchtigkeit sehr schnell und kann bereits nach vier Wochen geerntet werden. Bei der Ernte ist darauf zu achten, nur die jüngeren Blätter zu verwenden, da bei älteren Blättern der angenehm nussige Geschmack eine bittere Note enthält. Außer den Blättern, können auch die Blütenknospen geerntet werden - diese eignen sich als Kapernersatz. Die Stängel sollten nur vor der Blütezeit geerntet werden. Da die Blätter schnell nachwachsen kann innerhalb einer Saison bis zu viermal geernet werden.

Anwendungen in der Küche

Aufgrund des sehr angenehmen nussigen Geschmacks eignet sich der Portulak vor allem als Salat. In Kombination mit anderen Blattsalaten, Gurke und Tomate ergibt der Portulak einen wunderschön frischen Sommersalat. Er eignet sich kleingeschnitten auch sehr gut für Frischkäsezubereitungen oder als Würzpflanze für Saucen, Suppen oder Eierspeisen. Beim Kochen verliert der Portulak nicht nur sehr schnell sein Aroma, sondern auch einen großen Anteil der Vitamine. Daher sollte er, wenn immer möglich, im frischen Zustand verwendet werden. Die Konservierung der Blätter ist kaum möglich - durch Einsalzen und Einlegen in Essig kann er eine gewisse Zeit aufbewahrt werden. Vereinzelt werden die getrockneten Blätter auch für einen Teeaufguss verwendet oder die Blätter selbst werden für einen Portulak-Saft gepresst.

Portulak als Heilpflanze

Schon in frühester Zeit, wie auch im Mittelalter wurden dem Portulak heilende Kräfte zugewiesen. Aufgrund der Vielzahl von enthaltenen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen kann der Pflanze bei vielen Krankheiten und Leiden wirklich eine lindernde Wirkung zugeschrieben werden. Im Mittelalter wurde sie häufig als Heilmittel bei Skorbut verwendet. Heute gibt es vielfältige Anwendungen, z.B. bei Nieren- und Blasenleiden, Verstopfung und anderen Darmproblemen, Zahnfleischentzündungen oder Nervenleiden. Portulak weist einen extrem hohen Anteil von Vitamin C auf (über 20 mg pro 100 g), sowie zahlreiche Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Calcium und Eisen.

Nährwert
(auf 100g Portulak)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 0,6 g
Proteine: 1,5 g
Fett: 0,3 g
Wasser: 92,5 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Portulak)
Niacin: 0,5 mg
Vitamin A: 177 µg
Vitamin B1: 0,03 mg
Vitamin B2: 0,1 mg
Vitamin B6: 0,15 mg
Vitamin C: 72 mg
Vitamin E: 0,5 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Portulak)
Calcium: 95 mg
Eisen: 3,6 mg
Kalium: 390 mg
Magnesium: 151 mg
Natrium: 2 mg
Phosphor: 35 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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