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Okra
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Okra

Die Okra (lat. Abelmoschus esculentus) ist eine Gemüsepflanze, deren essbare Früchte an Peperonis oder Zucchini-Schoten erinnern. In den letzten Jahrzehnten ist die Okra, vor allem durch den Einfluss der griechischen und türkischen Küche auch nach Deutschland vorgedrungen und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Herkunft und Geschichte der Okra

Die Okra zählt zu den Malvengewächsen und stammt ursprünglich aus dem afrikanischen Raum, Äthiopien gilt als eigentliche Heimat dieser Gemüsepflanze. Bereits vor drei Jahrtausenden wurde diese Pflanze im nordafrikanischen Raum kultiviert und gilt damit als eines der ältesten Gemüse der Welt. Von hier aus breitete sie sich nach Indien und Südostasien aus. Vor etwa 250 Jahren kam diese Pflanze dann auch nach Süd- und Nordamerika. Heute wird die Okra weltweit angebaut, Indien gilt als Haupt-Erzeugerland. In Deutschland ist die Okra durch Importe mittlerweile ganzjährig als frisches Gemüse erhältlich - nicht nur in asiatischen Läden oder dem Feinkostgeschäft, sondern auch in vielen gut sortierten Supermärkten. Da die Pflanze sehr viel Wärme benötigt, ist sie für den Freilandanbau in Mitteleuropa nicht geeignet.

Okra-Pflanze

Die Okra-Pflanze ist ein ca. 2 m hoher Strauch mit blaßgelben Blütenblättern. Aus den Blüten entwickeln sich mehreckige Fruchtkapseln, die einen leichten Flaum besitzen. Diese Kapseln wachsen bis zu einer Länge von ca. 25 cm heran und können ab ca. 10 cm geerntet werden. Die Schale der Schote weist eine dunkelgrüne bis gelbe Farbe auf, die stark an eine Zucchini erinnert. Im Innern der Schote befinden sich zahlreiche runde, kleine weiße Samenkörner. Die Früchte sind sehr kalorienarm (ca. 25 kcal pro 100 g), weisen einen außerordentlich hohen Wert an Vitamin A auf und sind reich an Calcium, Eisen und Natrium. Der Pflanze wird auch eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben. Da sie leichtverdaulich ist, ist das Gemüse auch ideal für Ernährungspläne für Magenkranke oder Menschen mit Verdauungsproblemen geeignet.

Okra-Schote in der Küche

Okras erinnern geschmacklich sehr stark an grüne Bohnen. Sie können roh genossen werden, ihre Hauptverwendung finden sie allerdings im gekochten Zustand. Sehr verbreitet sind die Schoten vor allem in der kreolischen und asiatischen Küche. Sehr beliebt ist der Gumbo, ein kreolisches Eintopfgericht, bei dem die Schoten mit Tomaten, Paprika und Zwiebeln gekocht werden. Es sind weitere Zubereitungsarten etwa als Gemüsesuppe, in einem scharfen Curry oder als Gemüsebeilage zu Fleisch- oder Fischgerichten denkbar. Speziell zu Hammel- oder Lammgerichten wird das Gemüse in der Mittelmeerküche gerne gereicht.

Der Eigengeschmack der Okras ist eher gering, so dass man mit Gewürzen wie Chili, Kurkuma oder Koriander nicht zu sparsam umgehen sollte. Für die Zubereitung sollten die Okras zunächst gründlich gewaschen werden. Dadurch verlieren sie ihren flaumigen Belag. Danach werden der recht harte Stielansatz und die Spitze der Schote mit einem Messer gekappt.

Beim Kochen der Okra tritt nach kurzer Zeit aus der Frucht ein milchig-weißer Schleim aus, den viele zunächst als unappetitlich betrachten. Das Austreten der Flüssigkeit kann verhindert werden, in dem die Schoten vorher in Essigwasser blanchiert und abgeschreckt werden. Gerade bei Eintopfgerichten ist der Schleim aber erwünscht, da er die Flüssigkeit hervorragend bindet und dem Gericht eine gute Konsistenz verleiht. Alternativ können die Schoten auch mit Knoblauch oder Chilli in Öl scharf angebraten werden.

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