Kohlrübe

Kohlrübe
Kohlrübe

Die Kohlrübe, ein Wurzelgemüse, gehört zur Familie der Kreuzblüter und ist eine Unterart des Raps. Der botanische Name lautet "Brassica napus subspecies rapifera". Ebenfalls übliche Bezeichnungen sind Steckrübe, Erdrübe, Schmalzrübe, Wruke oder Unterkohlrabi - sie hat also viele Namen.

 
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Die gesunde Knolle - Kohlrübe

Die Kohlrübe ist rundlich. Sie hat gelbliches oder weißliches Fleisch und eine meist rötliche, oft aber auch grünliche Schale. Die Knollen sind relativ günstig zu bekommen und bringen bis zu 1,5 Kilogramm, meist jedoch etwas weniger auf die Waage. Je größer die Rübe jedoch ist, desto höher ist die Gefahr, dass sie holzig ist. Daher sollte man sich lieber für kleinere Knollen entscheiden und darauf achten, dass diese fest sind. Der Geschmack erinnert an Kohl. Er ist herb und wegen des für eine Gemüsesorte relativ hohen Gehaltes an Traubenzucker auch leicht süßlich.
Die Knollen der Kohlrübe werden in gemäßigten Klimazonen angebaut und in Europa zwischen September und Mai geerntet, weshalb sie auch im Winter verfügbar sind. Daher wird die Kohlrübe oft als Wintergemüse bezeichnet.

Gesundheitlich von Vorteil beim Verzehr von Kohlrüben sind die enthaltenen Senföle, die Entzündungen in Magen und Darm hemmen. Außerdem enthalten sie Calcium, Magnesium, Vitamin C, Vitamin B1 und B2, Provitamin A und Kalium. Dadurch wirkt das Gemüse entwässernd, aktiviert den Energiestoffwechsel und unterstützt das Immunsystem. Ein weiterer Vorteil des gesunden Gemüses ist seine niedrige Kaloriendichte, weshalb es auch für Abnehmwillige attraktiv ist. Darüber hinaus ist die Rübe leicht verdaulich.

Herzkunft der Kohlrübe

Die Herkunft der Kohlrübe steht nicht ganz sicher fest, es wird aber vermutet, dass sie ursprünglich aus Skandinavien kommt und in der Mitte des 17. Jahrhunderts nach Deutschland kam. Sie stellt eine Kreuzung des Kohlrabis und der Herbstrübe dar.

Überlebensgrundlage im "Steckrübenwinter"

Im "Steckrübenwinter" während des ersten Weltkrieges, genauer in den Jahren 1916 und 1917, war die Kohlrübe eines der wenigen verfügbaren Lebensmittel in Deutschland. So stand sie oft dreimal täglich in verschiedenen Variationen auf dem Speiseplan etlicher Familien und rettete viele Menschen vor dem Verhungern. Im Anschluss an diese Jahre hatte man aber scheinbar genug von ihr bekommen. Die Kohlrübe geriet nicht nur in Vergessenheit, sie wurde regelrecht verpönt, da sie als Zeichen für Hunger, Mangel und Entbehrung stand. In üblichen Läden war sie kaum noch zu bekommen.

Kohlrübe Verwendung

Heutzutage erfreut sich die gesunde und gleichzeitig schmackhafte Kohlrübe wieder wachsender Beliebheit und eines immer besser werdenden Rufes. Die Kohlrübe kann sehr vielseitig verwendet werden - sie dient nicht nur in der heimischen Küche, geschält und zerschnitten als Gemüsebeilage oder als Zutat für Eintöpfe und Suppen, sondern wird sogar von Sterneköchen auf raffinierte Art und Weise verarbeitet. Wird sie zusammen mit anderem Gemüse gekocht, ist sie in der Lage, dessen Geschmack teilweise aufzunehmen. Im Kühlschrank bleibt die Kohlrübe etwa eine Woche frisch. Verzehrt werden kann sie sowohl im rohen als auch im gegarten Zustand.

 

Nährwert
(auf 100g Kohlrübe)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 5,7 g
Proteine: 1,2 g
Fett: 0,2 g
Wasser: 87 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Kohlrübe)
Niacin: 0,9 mg
Vitamin A: 17 µg
Vitamin B1: 0,05 mg
Vitamin B2: 0,07 mg
Vitamin B6: 0,2 mg
Vitamin C: 33 mg
Vitamin E: 0,2 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Kohlrübe)
Calcium: 47 mg
Eisen: 0,5 mg
Kalium: 227 mg
Magnesium: 11 mg
Natrium: 10 mg
Phosphor: 31 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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