Kartoffel

Kartoffel
Kartoffel

Die wichtige Rolle, die bei Asiaten und Südamerikanern den Hülsenfrüchten (und hier besonders den Bohnen) als universell verwendbares und besonders nahrhaftes Lebensmittel zukommt, spielt in Europa die Kartoffel. Es dauerte zwar relativ lange, bis sich die besonders stärkenreichen Sprossknollen der Kartoffelpflanze nach ihrer Einbürgerung durch die Seefahrer im 16. Jh. hier durchsetzen konnten, doch dann begann eine unvergleichliche Erfolgsstory.

 
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Kartoffeln - Seit Jahrtausenden angebaut

Die Kartoffel - ist der Reis der Europäer. Heute kommt etwa die Hälfte der Welt-Kartoffelproduktion (ca. 300 Mio. Tonnen im Jahr) aus Europa. Mit Abstand größter Einzelproduzent ist allerdings China mit etwa 75 Mio. Tonnen. In vielen Teilen der Welt ist die Kartoffel ein wichtiges Grundnahrungsmittel, in Mitteleuropa sogar das wichtigste überhaupt.

Die Heimat der Kartoffel liegt im Hochland der Anden bzw. in den Küstenregionen von Bolivien, Peru und Chile. Durch archäologische Funde ist belegt, dass die indianischen Ureinwohner dort schon vor rund 2000 Jahren Kartoffeln gezielt produziert haben. Man vermutet aber, dass ihr Anbau durch den Menschen noch viel weiter, nämlich 4000-7000 Jahre, zurückgeht. Die ältesten Spuren der Wildkartoffel, deren Alter auf 13 000 Jahre v. Chr. geschätzt wird, wurden auf der 190 km langen und 50 km breiten, chilenischen Insel Chiloé, nach Feuerland die zweitgrößte des Landes, gefunden.

In der zweiten Hälfte des 16. Jh. wurde die Kartoffel durch die Seefahrer, wie so viele andere Früchte und Pflanzen auch, mit nach Europa mitgebracht. Doch von ihrer Ankunft bis zu ihrer massenhaften Verbreitung sollte es noch ein langer und auch mit vielen Missverständnissen gepflasterter Weg werden. Vor allem in England und Deutschland wurde im 17. Jh. versucht, den Anbau von Kartoffeln zu fördern, weil sie eine billige Alternative zum damals noch vergleichsweise teuren Brot darstellten.

Aber nicht nur, dass sich die Menschen anfangs nicht so recht an den Geschmack der Knollen gewöhnen konnten, gab es teils auch aus anderen Gründen größte Berührungsängste. Die Kartoffel wurde nämlich "verdächtigt", Überträger von Lepra zu sein. Dem Ruf der Kartoffel nicht gerade förderlich war auch ein Vorfall jener Zeit in London, als Hofköche aus Unkenntnis die giftigen oberirdischen Pflanzenteile zubereiteten und eine ganze Gesellschaft nach dem Genuss Vergiftungserscheinungen hatte. Erst als die Bauern im 18. Jh. durch ein Dekret Friedrichs des Großen (1712-1786) gezwungen wurden, mehr Kartoffeln anzubauen, begann sich die Feldfrucht immer stärker durchzusetzen.

150 - 200 bedeutende Kartoffel-Sorten

Botanisch ist die Kartoffel zum Beispiel mit Tomate, Paprika und Tabak verwandt, nicht aber mit der so genannten Süßkartoffel (Bataten). In einer tomatenähnlichen, allerdings nicht essbaren Beere bildet sie ihre Samen. Die Vermehrung erfolgt aber nicht nur geschlechtlich, sondern auch vegetativ durch die unterirdischen Sprossknollen, die eigentlichen Kartoffeln. Die Zahl der verschiedenen Kartoffelsorten wird auf etwa 5000 geschätzt, 150-200 davon sind von wirtschaftlicher Bedeutung. In Deutschland sind vom Bundessortenamt 206 Sorten für den Anbau zugelassen. Eingeteilt werden sie nach zwei Kriterien: Reifezeitpunkt und Kocheigenschaften.

Man unterscheidet sehr frühe Sorten (Juni/Anfang Juli, nicht lagerfähig), frühe Sorten (Mitte bis Ende Juli/August, Lagerung bis in den Herbst möglich) sowie mittelfrühe (August/September), mittelspäte und späte Sorten (September/Oktober), die alle über den Winter bis zum nächsten Frühling gelagert werden können.

Nährwert
(auf 100g Kartoffel)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 14,8 g
Proteine: 2 g
Fett: 0,1 g
Wasser: 77,8 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Kartoffel)
Niacin: 1,2 mg
Vitamin A: 1 µg
Vitamin B1: 0,1 mg
Vitamin B2: 0,05 mg
Vitamin B6: 0,3 mg
Vitamin C: 17 mg
Vitamin E: 0,05 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Kartoffel)
Calcium: 6 mg
Eisen: 0,4 mg
Kalium: 411 mg
Magnesium: 20 mg
Natrium: 3 mg
Phosphor: 50 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Feldsalat

Feldsalat

Der "gewöhnliche" Feldsalat gehört in die Familie der Baldriangewächse. Er ist umgangssprachlich auch als Rapunzel, Ackersalat, Nüssli oder Nüsslisalat bekannt. Somit ist er nicht mit den bei uns bekannten Kopfsalaten verwandt. Seine Heimat ist Eurasien und da im speziellen in Nordeuropa, also auch bei uns. Wild wächst er mittlerweile auch an Feld- und Wegrändern.

Gurke

Gurke

Die meist grünen und seltener gelben Früchte eines Kürbisgewächses sind botanisch - trotz ihrer Form, die das nicht vermuten lässt - Beeren. Ihre ursprüngliche Heimat wird im nördlichen Indien vermutet und an den Hängen des Himalaja soll die Gurke bereits vor mindestens 4000 Jahren angebaut worden sein. Andere Quellen gehen allerdings davon aus, dass sie bereits viel früher in Südasien heimisch war und erst von Seefahrern mit nach Indien gebracht wurden.

Ingwer Wurzel

Ingwer Wurzel

Die Ingwer Wurzel gewinnt bei uns - wahrscheinlich einhergehend mit der raschen Verbreitung der exotischen Küche - zunehmend an Beliebtheit, sei es als Gewürz oder Heilpflanze. Dabei verwendet man seine Wurzeln. Aufgrund seines fruchtig-scharfen Geschmacks ist die Ingwer Wurzel heutzutage in einer Vielzahl an Speisen enthalten. Seine Schärfe bekommt er durch den Inhaltsstoff Gingerol, dessen man sich bereits im Mittelalter anstelle des Pfeffers bediente, um seinen Speisen die richtige Würze zu verleihen.

Kartoffel

Kartoffel

Die wichtige Rolle, die bei Asiaten und Südamerikanern den Hülsenfrüchten (und hier besonders den Bohnen) als universell verwendbares und besonders nahrhaftes Lebensmittel zukommt, spielt in Europa die Kartoffel. Es dauerte zwar relativ lange, bis sich die besonders stärkenreichen Sprossknollen der Kartoffelpflanze nach ihrer Einbürgerung durch die Seefahrer im 16. Jh. hier durchsetzen konnten, doch dann begann eine unvergleichliche Erfolgsstory.

Kartoffel-Chips

Kartoffel-Chips

Am Abend vor dem Fernsehen und auf Partys haben die meisten Menschen das Bedürfnis einen kleinen Snack zu verspeisen und sich so zu entspannen. Besonders gefragt sind Kartoffel-Chips, welche heute in jedem Supermarkt und an den Tankstellen zu finden sind und von den meisten großen Lebensmittelunternehmen produziert und angeboten werden.

Kartoffeln gebacken (mit Schale)

Kartoffeln gebacken (mit Schale)

Kartoffeln, die mit Schale gebacken werden, sind bekannt als Kartoffelecken, Mexikanische Kartoffeln oder ähnliche Bezeichnungen. Dabei werden die Kartoffeln mit der Schale belassen, nur sehr gut gewaschen und getrocknet. Danach in Viertel oder Achtel (je nach Größe der Kartoffel) geschnitten und so in den Backofen oder die Pfanne gelegt. Viele dieser Gerichte Kartoffeln gebacken mit schale stammen aus der amerikanischen Küche. So auch die Steakhouse Cheesy Fries.

Kartoffeln gekocht (mit Schale)

Kartoffeln gekocht (mit Schale)

Die Kartoffel ist die Liebste Knolle der Deutschen und auch der Österreicher wird auch auch Erdapfel oder Krumbeere genannt. Es gibt eine große Vielfalt an Kartoffeln. Die Ernte der Kartoffel beginnt etwa im Juni und dauert ungefähr bis Oktober. Allein in Deutschland werden pro Jahr cirka rund elf Millionen Kartoffeln aus der Erde geholt. Niedersachsen ist das größte gebiet in Deutschland welches Kartoffeln anbaut.

Kartoffelpüree

Kartoffelpüree

Kartoffeln sind eine der Gemüsesorten, welche auf der ganzen Welt bekannt ist und auch in der Küche zu Einsatz kommt. Die Knolle ist auch in Deutschland auf vielen Feldern zu finden und dank der großen Auswahl an Sorten, finden Kunden diese auch das ganze Jahr über in den Ladengeschäften.

Pommes Frites

Pommes Frites

Pommes Frites ist eine ausschließlich aus Kartoffeln hergestellte Beilage oder Imbiss. Erste Hinweise auf Pommes Frites sollen bereits im 17. Jahrhundert im europäischen Raum zu finden sein, insbesondere in Belgien. Eine genaue Datierung gibt es nicht, es ist jedoch davon auszugehen, dass die Ursprünge in Belgien liegen, wo sie auch heute nicht nur als schneller Imbiss beliebt sind, sondern ebenso zu anspruchsvoller Küche serviert werden.

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