Schweinemuskelfleisch

Schweinemuskelfleisch
Schweinemuskelfleisch

Das Schwein ist der älteste bekannte, in der Zucht gehaltenen Fleischlieferant. Archäologische Funde aus der heutigen Osttürkei belegen, dass das Hausschwein schon seit über 9000 Jahren in Europa domestiziert ist und bei der Herstellung von Schweinemuskelfleisch Verwendung findet.

 
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Schweinemuskelfleisch bildet seit über 9000 Jahren die Ernährungsgrundlage des Menschen

Früher wurde angenommen, dass das Hausschwein aus China und dem Orient zusammen mit den Menschen zu uns migrierte. Diese Theorie ist seit den Forschungsergebnissen von Wissenschaftlern der Oxford University aus dem Jahr 2005 nicht mehr haltbar. Durch DNA Analysen fanden sie heraus, dass die Domestizierung in mehreren Kulturräumen unabhängig erfolgt sein muss. Das Zentrum in Europa während der Jungsteinzeit könnte demnach auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland gelegen haben.

Das Hausschwein wurde, anders als die ebenfalls schon früh domestizierten Haustiere Rind (als Arbeitstier) und Schaf (wegen seiner Wolle), von Anfang an zur Erzeugung von Schweinemuskelfleisch gehalten. Bis vor zweihundert Jahren gab es nur eine Schweinerasse. Das lag daran, dass sie sich aufgrund der Haltungsbedingungen ständig mit Wildschweinen, den Vorläufern unserer heutigen Hausschweine kreuzten.

Heranwachsen und Benennung des Hausschweins

Die Trächtigkeitsdauer beträgt ziemlich genau drei Monate, drei Wochen und drei Tage, also insgesamt 114 Tage bis zum sogenannten "ferkeln". Das Jungtier heißt Ferkel, ein Ferkel, das noch gesäugt wird, heißt Spanferkel. Es wird nach etwa sechs Wochen schlachtreif, und sollte dann ein Gewicht von mindestens zwölf Kilogramm haben. Das Schweinemuskelfleisch des Spanferkels ist besonders zart, hell und wohlschmeckend.

Bis zur Gewinnung vom Schweinemuskelfleisch des erwachsenden Tieres sollte das Schwein nach 6 Monaten etwa 100 Kg auf die Waage bringen. Spätestens acht Wochen vor der Schlachtung werden männliche Schweine (Eber) kastriert. Das Schweinemuskelfleisch hat sonst beim Verzehr aufgrund des Androstenon einen unangenehmen Geschmack. Etwa die Hälfte der gesamten Produktion von Schweinemuskelfleisch entstammt der Intensivtierhaltung.

Zum Verzehr geeignete Teile des Hausschweins

Die zum Verzehr genutzten Teile des Schweins sind zum einen Schweinemuskelfleisch wie Nacken, Kotelett, Rücken, Filet und Schinken und zum anderen Kopf, Backe, Bauch, Rückenspeck aber auch Fuß und Schwanz. Das bevorzugte Schweinemuskelfleisch ist im Vergleich zu anderen Fleischarten hell und zart, aber nicht zu mager um trocken zu schmecken (wie zum Beispiel Geflügel). Hat das Tier die nötige Schlachtreife erreicht, wird es meist mit Hilfe eines Bolzenschussgerätes getötet. Danach folgt das Entbluten, Häuten und Entweiden. Dann wird das Schweinemuskelfleisch auf 7° C gekühlt und zerteilt.

Verbreitung und Vorkommen von Schweinemuskelfleisch

Schweinemuskelfleisch ist die in Asien und Europa beliebteste Fleischart. Der weltweite jährliche Verzehr von Schweinefleisch beträgt pro Kopf etwa 15 Kg. Davon sind cirka 5 Kg Schweinemuskelfleisch. Etwa die Hälfte der gesamten Schweinemuskelfleisch Produktion entstammt der Intensivtierhaltung. In rund einem Viertel der Erde wird Schweinemuskelfleisch gar nicht gegessen.

Trivia und Varia

Christoph Columbus setzte 1493, auf seiner zweiten Reise, acht Schweine auf Hispanola aus. Die ersten Schweine der Neuen Welt. Schweine und Menschen sind sich in körperlicher Hinsicht sehr ähnlich, sie leiden unter ähnlichen Krankheiten. Wegen der hohen Übereinstimmungen von Schweinemuskelfleisch und Menschenfleisch wird ersteres häufig in der Gerichtsmedizin verwendet. So werden zum Beispiel Schußverletzungen an Schweinemuskelfleisch nachgestellt. Dänemark hat mehr Hausschweine als Einwohner.

 

Nährwert
(auf 100g Schweinemuskelfleisch)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: g
Proteine: 22 g
Fett: 1,9 g
Wasser: 74,7 g
Cholesterin: 65 mg
Vitamine
(auf 100g Schweinemuskelfleisch)
Niacin: 4,5 mg
Vitamin A: 6 µg
Vitamin B1: 0,9 mg
Vitamin B2: 0,23 mg
Vitamin B6: 0,5 mg
Vitamin C: 2 mg
Vitamin E: 0,3 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Schweinemuskelfleisch)
Calcium: 3 mg
Eisen: 1 mg
Kalium: 387 mg
Magnesium: 27 mg
Natrium: 60 mg
Phosphor: 204 mg

Fleisch

Fleisch

Fleisch ist ein hochwertiges Grundnahrungsmittel. Es enthält zwischen 12 und 22% vollwertiges und für den menschlichen Organismus nutzbares Eiweiß. Der Eiweißbedarf des Menschen des Menschen sollte etwa zur Hälfte aus tierischem Eiweiß gedeckt werden.

Schweinefleisch

Schweinefleisch

Kaum ein Fleisch ist so vielfältig zu verwenden, wie Schweinefleisch. Fast weltweit, außer in moslemisch geprägten Ländern, wird das Fleisch des Schweines geschätzt und verarbeitet.

Schweinebacke

Schweinebacke

Das beliebteste Fleisch der Deutschen kommt vom Schwein. Etwa 58 kg pro Person werden davon jährlich verzehrt.

Schweinebauch

Schweinebauch

Das Fleischstück Schweinebauch ist als Lebensmittel vielseitig verwendbar. In der Küche schätzt man besonders den aromatischen Geschmack beispielsweise für Eintöpfe.

Schweineschulter

Schweineschulter

Als Nahrungsmittel ist die Schweineschulter besonders im süddeutschen Raum beliebt und bekannt, wird aber auch in angrenzenden Ländern wie in Österreich oder in der Schweiz gerne gegessen.

Eisbein

Eisbein

Eisbein ist ein feiner Klassiker in der deutschen und österreichischen Küche. Eine feste Fettschicht umschließt das Fleisch und sieht aus wie Schnee und Eis aus. Oder kommt der Name aus der Tradition, dass man dieses Haxenstück erst isst, wenn es kalt wird und der erste Frost kommt?

Schweinefilet

Schweinefilet

Das Schweinefilet, auch Schweinelende oder – in Österreich - Jungfernfilet genannt, ist mit Abstand das hochwertigste und zarteste Stück vom Schwein. Es handelt sich um einen dünnen Muskelstrang, der sich unterhalb der Wirbelsäule und geschützt vom Kotelett-Strang in der Hinterhälfte des Schweins befindet.

Flomenschmalz

Flomenschmalz

Als Flomen wird das Bauchfett vom Schwein bezeichnet. Es liegt zwischen dem Bauchfell und der inneren Bauchmuskulatur des Tieres und muss nach der Schlachtung zügig entnommen und gut gekühlt werden.

Schweineherz

Schweineherz

Ein Herz ist, ganz grob gesagt, nichts anderes als ein großer Muskel. Dessen Aufgabe ist es, das Blut durch den Körper zu pumpen. Ohne Herz kann man nicht leben. Das gilt für Menschen genau wie für alle höher entwickelten Tiere, wie Fische, Amphibien, Vögel und Säugetiere. Je komplizierter der Organismus, desto komplizierter auch der Aufbau des Herzens. Fische haben die einfachste, Menschen die komplexeste Strukturierung. Unserem Herzen in Grundaufbau und Struktur recht ähnlich ist das Schweineherz.

Schweinekamm

Schweinekamm

Der Schweinekamm ist auch als Schweinenacken oder Schweinehals bekannt, in Österreich wird er auch Schweineschopf genannt. Es handelt sich um die Verlängerung des Kotelett-Stranges im Nacken des Tieres. Die Trennung von Schweinekamm und Kotelett-Strang erfolgt zwischen der vierten oder fünften Rippe. Dieser Teil des Schweins ist besonders saftig und aromatisch, da es relativ stark durchwachsen beziehungsweise marmoriert ist.

Kasseler

Kasseler

Kasseler und die Stadt Kassel haben nichts gemeinsam miteinander. Der Name geht auf den Fleischermeister Cassel, der um 1900 in Berlin diese Art des Pökelns und Räucherns von Fleisch entdeckte, zurück.

Schweinekeule

Schweinekeule

Als Schweinekeule oder auch Schinken bezeichnet man einen Teil des Hinterviertels vom Schwein. Aufgrund ihrer Größe machen beide Schweinekeulen etwa 25% des Tieres aus; jede Keule wiegt je nach Schlachtalter und Gewicht des Schweins zwischen 5 und 10 Kilogramm. Sie wird im Handel selten als ganzes Stück angeboten, sondern ausgebeint und ihren Teilstücken zerlegt. Diese sind die Unterschale, die Oberschale, die Nuss und die Hüfte. Dabei eignet sich jedes Teil aufgrund seiner Beschaffenheit für eine andere Zubereitungsform.

Schweinekotelett

Schweinekotelett

Schweinekoteletts sind heute leider fast in Vergessenheit geraten, schade eigentlich, denn sie sind je noch Zubereitung schmackhaft und haben einen hohen Nährwert. Das Schweinekotelett befindet sich beim Schwein beiderseits der Wirbelsäule hinter dem Schweinerücken. Es wird auch Kotelettstrang genannt. Beim Schwein reicht der Kotelettstrang bis hin zur Hinterkeule. Die vorderen Koteletts werden Stielkotelett genannt.

Schweineleber

Schweineleber

Schweineleber gehört zu den Innereien. Definitionsgemäß sind das die inneren Organe von Schlachttieren, also jene Teile des Körpers, die in der Brust- oder Bauchhöhle oder im Schädel liegen. Schweineleber ist von kräftiger braunroter Farbe, die Konsistenz ist leicht porös. Aufgabe der Leber ist die Entgiftung und die Filterung der Schadstoffe aus dem Körper. Daher ist beispielsweise die Belastung durch Schwermetalle in der Schweineleber höher als im übrigen Schweinefleisch.

Schweinemett

Schweinemett

Das Wort "Mett" kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet nichts anderes als "Gehacktes Schweinefleisch ohne Speck". Und man hat sie schon vielfach gehört, die verschiedenen Synonyme für das Schweinemett. So gehören Hackepeter, Gehacktes, Gewiegtes oder Hackfleisch zu der eher landestypischen Bezeichnung für das Schweinemett. Es ist eine beliebte Fleischspeise, die man im rohen Zustand, gekocht oder auch gebraten servieren kann.

Schweinemuskelfleisch

Schweinemuskelfleisch

Das Schwein ist der älteste bekannte, in der Zucht gehaltenen Fleischlieferant. Archäologische Funde aus der heutigen Osttürkei belegen, dass das Hausschwein schon seit über 9000 Jahren in Europa domestiziert ist und bei der Herstellung von Schweinemuskelfleisch Verwendung findet.

Schweineniere

Schweineniere

Schweinenieren zählen zu den inneren Organen des Schweins, sie gehören also zu den Innereien. Schweinenieren sind paarig angeordnet. Sie sind bohnenförmig und wiegen etwa 125 Gramm. Ihre Aufgabe ist die der Harnbildung und der Ausscheidung von Endprodukten des Stoffwechsels und von Fremdstoffen. Frische Schweinenieren sind von kräftiger hellbraun rötlicher Farbe, sie glänzen und schimmern appetitlich, ihre Oberfläche ist leicht feucht, der Geruch ist relativ neutral.

Schweinefleisch Rückenspeck

Schweinefleisch Rückenspeck

Hausschweine werden ausschließlich zur Fleischerzeugung gehalten. Dabei zählt das Schweinefleisch in Europa zu der am häufigsten gegessenen Fleischart. Viele Teile des Hausschweines sind dabei zum Verzehr geeignet.

Schweineschnitzel

Schweineschnitzel

Dieses Fleisch ist von der Keule – also von der Oberschale oder Nuss des Schweines und wird in dünne Scheiben geschnitten. Das Schweineschnitzel ist eins der beliebtesten Lebensmittel der Deutschen und dazu wird gerne Pommes und Salat gegessen. Im Durchschnitt isst jeder Deutsche im Jahr 60,5 kg Fleisch und das Schweinefleisch ist am beliebtesten - dazu gehört ja auch das Schnitzel. Das Schweineschnitzel kann man auch gut variieren als Jäger-, Zigeuner- oder Rahmschnitzel.

Schweinezunge

Schweinezunge

Schweinezunge als Genussmittel – Spezialität oder No-Go? Koteletts, Schnitzel, Schinken – sie sind der "Mainstream" des deutschen Schweinefleischbedarfs. Regelmäßig finden sie sich auf den Esstischen der Deutschen wieder; rund 40 Kilo verbraucht jeder Einzelne, das sind 5 Millionen Tonnen pro Jahr. Innereien sind dagegen weniger begehrt. Leber, Herz, Nieren, aber auch Pfoten, Schwanz oder Ohren werden normalerweise nur in gut sortierten Fachfleischereien verkauft und gelten daher als Besonderheit oder Delikatesse.

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