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Karpfen
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Karpfen

Der Karpfen hat seine Ursprungsform aus Asien, durch die Römer wurde er nach Europa gebracht. Im Mitellalter wurde der Karpfen Bestandteil der Esskultur, es wurden immer mehr Karpfen in Teichen gehalten und gezüchtet, um diese anschließend zu essen. Wegen der christlichen Speisegebote, bei welchen an mehr als 150 Tagen im Jahr kein Fleisch gegessen werden durfte, wurden die Karpfen speziell für die Fastenzeit herangezogen.

Der Karpfen in Deutschland

Ab dem Jahr 1000 breitete sich der Karpfen auch in West- und Zentraleuropa aus, verantwortlich hierfür war die damalige Klimaerwärmung. Der Karpfen ist in Deutschland ein sehr beliebter Speisefisch, welcher vor allem an Weihnachten und Sylvester serviert wird. In Deutschland gibt es zahlreiche große Karpfenzuchtgebiete, unter anderem das größte für die Karpfenzucht wirtschaftlich verwendete Teichgebiet in Europa. Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft hat eine Fläche von 30.000 Hektar, von dieser Fläche fallen alleine fast 10 Prozent auf die 335 Teiche für die Karpfenzucht. Weitere Gebiete, in welchen viele und große Karpfenzuchtgebiete vorkommen, sind der Aischgrund in Mittelfranken, welcher sich über die Landkreise Erlangen Höchstadt und Neustadt an der Aisch / Bad Windsheim erstreckt, sowie die Oberlausitz nördlich von Bautzen. Auch im Landkreis Schwandorf in der nördlichen Oberpfalz sowie im Landkreis Amberg Sulzbach steht die Karpfenzucht hoch im Kurs, ebenso wie in Reinfeld in Holstein sowie nähe der Stadt Cottbus in Peitz. Auch in Südböhmen, Österreich, Polen, Ungarn, Kroatien und Slowenien hat die Aufzucht von Karpfen aus wirtschaftlichen Aspekten große Bedeutung.

Biologischer Aufbau des Karpfens

Speisekarpfen wiegen in ausgewachsenem Zustand etwa 1 Kilogramm und können bis zu 35 Centimeter lang werden. In freien Gewässern kann der Karpfen wessentlich größere Ausmaße erreichen, es wurden schon Karpfen mit über 1 Meter Länge gefangen. Der Körper des Fisches ist seitlich abgeflacht, er besteht aus einer Rückenflosse, einer schwach gegabelten Schwanzflosse. Neben dem Maul des Tieres befinden sich zwei kurze und zwei lange Barteln, welche als Tast und Geschmacksorgane dienen. In freier Wildbahn kann der Karpfen bis zu 50 Jahre alt werden, bei der Nutzung als Speisefisch hat der Karpfen allerdings nur eine Lebenserwartung von 2 bis 3 Jahren. Die Laichzeit des Karpfens findet in Europa zwischen Mai und Juli statt. Der Laichvorgang findet nur bei Temperaturen zwischen 17 und 20 Grad statt, dies ist auch der Grund dafür, dass der Laichprozess bei der Karpfenaufzucht künstlich hervorgerufen wird.

Verschiedene Karpfenformen

Die Urform des Karpfens wird Wildkarpfen genannt. Charakteristisch für den Wildkarpfen ist ein vollständiges Schuppenkleid, bei welchem die Schuppenanordnung unregelmäßig ist. Der Schuppenkarpfen ist im Vergleich zum Wildkarpfen hochrückiger und hat eine gleichmäßige Schuppenanordnung. Eine weit verbreitete Form in Europa ist der Spiegelkarpfen, er ist sehr hochrückig und runder als seine Artgenossen. An seinem Körper befinden sich, in einer unregelmäßigen Anordnung, metallic glänzende Schuppen. Weitere Karpfenformen sind der Lederkarpfen, welcher kaum Schuppen besitzt und der Zeilkarpfen, dieser besitzt zeilenförmig angeordnete fast gleich große Schuppen. Der Koi Karpfen ist eine sehr teure Zuchtvariante aus Japan, die Tiere können ein Vermögen wert sein.

Verschiedene Zubereitungsformen des Karpfens

In Franken wird der Karpfen, inklusive Kopf und Flosse, in zwei Hälften geteilt. Anschliessend wird dieser in Mehl gewendet und mit ausreichendem Fett gebacken. Dadurch wird der Karpfen sehr knusprig. In der Lausitz und in Schleswig Holstein wird der Karpfen eher gekocht gegessen, diese Zubereitungsart wird Karpfen blau genannt. Der Karpfen steht nur in Monaten mit dem Buchstaben R auf dem Speiseplan, also von September bis April.

 

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