Sesamsamen

Sesamsamen
Sesamsamen

Bei Sesamsamen handelt es sich um die Samenkörner der Sesampflanze. Sie können cremefarben, bräunlich oder schwarz gefärbt sein. Sesam ist eine weit verbreitete Kulturpflanze und wahrscheinlich eine der ältesten Ölpflanzen der Welt. Beheimatet ist der Sesam ursprünglich in Teilen Afrikas und Indiens, wird heute aber in allen tropischen und subtropischen Regionen angebaut.

 
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Wissenswertes über Sesamsamen

Bei den Sesamsamen handelt es sich um die Frucht einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Die Verwendung reicht weit in die Menschheitsgeschichte zurück und man konnte sogar eine kultische Verwendung nachweisen: In der Pyramide des ägyptischen Pharaos Tutenchamun fand man Sesamsamen als Grabbeigabe. Der bekannte Spruch "Sesam öffne dich!“ aus den Geschichten aus 1001 Nacht geht auf den großen Reichtum zurück, mit dem man Sesamsamen in der arabischen Welt gleichsetzt.

Herkunft der Sesamsamen

Es gibt verschiedene Angaben über die ursprüngliche Herkunft der Pflanze, die die Sesamsamen hervorbringt. Manche Quellen nennen das alte Indien, wiederum andere verweisen auf den afrikanischen Kontinent. Fakt ist, dass heute Sesamsamen in allen tropischen und subtropischen Gebieten weltweit angebaut werden. Indien, China und Myanmar beziehungsweise Burma waren im Jahre 2006 die führenden Produzenten von Sesamsamen, sie brachten es jeweils auf über 500.000 Tonnen der nussigen Körner, die reich an pflanzlichen Fetten sind.

Wann werden Sesamsamen geerntet

Die Pflanze ist unserem heimischen Fingerhut vom Aussehen her äußerst ähnlich, wenn sie in voller Blüte steht. Nach etwa drei Monaten haben sich Kapseln entwickelt, in denen sich die reifen Sesamsamen befinden. Bei neueren Züchtungen konnte erfolgreich vermieden werden, dass die Kapseln aufspringen und die Sesamsamen unkontrolliert freigeben. Mittlerweile ähnelt die Ernte der Körnchen der von Getreide in Mitteleuropa. Erntezeit der kleinen Lieferanten pflanzlicher Fette ist im September.

Aussehen, Aroma und Geschmack von Sesamsamen

Es gibt weiße, braune und schwarze Sesamsamen, sie sind zwischen 2,5 und 3 Millimeter lang und 1,5 breit. Die einzelnen Körnchen haben eine härtere Schale, die jedoch für die Zähne kein Hindernis darstellt, aber sehr ballaststoffreich ist, da sie unverdaut wieder ausgeschieden wird. Der Geschmack der Sesamsamen, die reich an pflanzlichen Fetten sind, erinnert stark an Nüsse. Wenn man sie in der Pfanne ohne Fett anröstet, lässt sich dieses Aroma noch erheblich intensivieren. Gelegentlich bekommt man auch bereits geröstete Sesamsamen im Handel zum Kauf angeboten.

Welchen Geschmack haben Sesamsamen

Verwendet werden sowohl die ganzen Sesamsamen als auch Sesampasten und Sesamöl. Der getrocknetete Sesamsamen hat einen leicht nussigen Geschmack. Wenn er geröstet wird, verstärkt sich diese Geschmacksnote. Will man Sesamsamen rösten, gibt man sie ohne Zugabe von Fett in eine Pfanne und röstet sie bei mittlerer Temperatur, bis sich der nussige Duft entfaltet. Die ganzen Sesamsamen werden gerne über Gebäck gestreut: von der deutschen Sesamsemmel über den amerikanischen Bagel bis zu den türkischen Sesamkringeln Simit findet man sie auf vielen pikanten und süßen Gebäckarten.

Verwendung und Gesundheit

Neben der Verarbeitung zu Öl werden vor allem die ganzen Sesamsamen verwendet. Im deutschsprachigen Raum sind sie besonders bekannt als Zutat von Sesambrötchen. In der asiatischen Küche werden sie über Pfannengerichte gestreut, was diesen eine nussige Note verleiht. In der Türkei sind Sesamsamen die Hauptzutat einer Süßspeise, die Halva genannt wird und oft auch noch verschiedene Nüsse enthält. Sehr bekannt ist auch eine Paste namens Tahin, die auch als Brotaufstrich schmeckt. Diese kommt aus der orientalischen Küche und besteht fast ausschließlich aus den Körnchen. Sesamsamen bestehen zur Hälfte aus pflanzlichem Öl, welches wiederum zu einem Großteil aus ungesättigten Fettsäuren besteht, die für eine gesunde Ernährung besonders wertvoll sind.

Gewürzmischung mit Sesamsamen

Sesamsamen werden auch als Bestandteile von Gewürzmischungen eingesetzt. Ungeröstet tauchen Sesamsamen in der jordanischen Gewürzmischung Zahtar, einer Mischung mit Sumach und Salz oder im ägyptischen Dukka, einer Zubereitung mit Thymian auf. Im Fernen Osten wird Sesam in seiner gerösteten Form als Gewürz verwendet. In Japan beliebt ist Gomasio, eine Mischung aus gerösteten Sesamsamen und Salz, das als Tischgewürz für Reisgerichte dient.

Paste aus Sesamsamen

Die ganzen Sesamsamen können auch zu einer Paste vermahlen werden. Im Nahen Osten wird Tahin verwendet. Hier werden die ungerösteten Sesamsamen zu einer Paste verarbeitet. Mit Tahin werden Saucen angedickt und verfeinert. Der im Nahen Osten sehr beliebte Dip Humus besteht aus pürierten Kichererbsen, Tahin, Olivenöl, etwas Zitronensaft und frischer Petersilie. In China wird eine Paste aus gerösteten Sesamsamen vor allem für Salatsaucen und kalte Vorspeisen benutzt.

Sesamsamen und ihr Öl

Die Sesamsamen sind sehr ölhaltig. Der Ölgehalt liegt bei 50 - 60% und setzt sich hauptsächlich aus ungesättigten Fettsäuren wie Ölsäure, Linolsäure und einem kleineren Teil Linolensäure zusammen. Das Öl enthält viele Antioxdantien ist daher nicht nur gesund, sondern kann auch gut gelagert werden. Es gibt zwei Varianten von Sesamöl, nämlich das aus den ungerösteten und das aus den gerösteten Samen gepresste Öl. Das aus den ungerösteten Samen gewonnene Sesamöl kann auch wie andere Öle auch zum Braten, Dünsten oder für Salatsaucen verwendet werden. Das aus den gerösteten Sesamsamen gepresste Öl hat eine dunkle Färbung und ist sehr geschmacksintensiv. Aufgrund des extrem nussigen Geschmacks wird es nur tröpfchenweise zum Abschmecken von Gerichten eingesetzt. Zum Braten kann man es nur verwenden, wenn es mit neutral schmeckendem Öl verdünnt wird. Das geröstete Sesamöl wird hauptsächlich in der chinesischen Küche eingesetzt.

Einkauf und Lagerung von Sesamsamen

Auch wenn Sesamsamen mittlerweile bereits geröstet und geschält angeboten werden, sollte man zu roher Ware greifen, da diese den höchsten Wert an pflanzlichen Fetten und anderen wertvollen Inhaltsstoffen hat. Man erhält Sesamsamen in Lebensmittelmärkten, Reformhäusern und gelegentlich auch in Drogerien, die Nüsse und Samen anbieten. Sie werden in der Regel in transparenten Kunststoffbeuteln angeboten. Man kann Sesamsamen auch zu Öl verarbeitet in Flaschen kaufen und hat die Wahl zwischen solchem, das aus ungerösteten oder gerösteten Sesamsamen hergestellt wurde. Letzteres ist an der dunklen Farbe leicht erkennbar.

 

Nährwert
(auf 100g Sesamsamen)
kcal: 565 KJ
KJ: 2365 KJ
Kohlenhydrate: 10,2 g
Proteine: 17,7 g
Fett: 50,4 g
Wasser: 5 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Sesamsamen)
Niacin: 4,5 mg
Vitamin A: 7 µg
Vitamin B1: 0,8 mg
Vitamin B2: 0,25 mg
Vitamin B6: 0,79 mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: 2,5 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Sesamsamen)
Calcium: 783 mg
Eisen: 10 mg
Kalium: 458 mg
Magnesium: 347 mg
Natrium: 45 mg
Phosphor: 607 mg

Mandel

Mandel

Die Mandel ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Rosengewächse gehört. Die Früchte, die einmal im Jahr geerntet werden können, sind längliche, eiförmige Steinfrüchte, die eine graue und lederartige Fruchtschale haben. Seit ca. 4000 Jahren wird die Mandel durch Menschen kultiviert und heutzutage hauptsächlich in Kalifornien, aber auch in Pakistan, Iran und dem Mittelmeerraum angebaut. Man kann zwischen zwei Mandelarten unterscheiden, der süßen Mandel und der bitteren Mandel.

Mohnsamen

Mohnsamen

Bekannt und beliebt sind Mohnkuchen und Mohnbrötchen, doch dass die verwendeten Mohnsamen reich an Calcium und ungesättigten Fettsäuren sind ist weniger bekannt. Viel zu oft werden nur auf die Mythen rund um den Mohn geachtet, so dass manche bereits den Verzehr von Mohn für gefährlich halten. Wahr ist dagegen, dass Mohnsamen Morphine und Codeine in so geringen Mengen enthalten, dass der Verzehr in verarbeiteter Form selbst für Kinder unbedenklich ist. Entsprechende Veröffentlichungen sind auch im Rahmen der Lebensmittelsicherheit erschienen und können dort auch online eingesehen werden.

Paranuss

Paranuss

Paranüsse warden häufig auch brasilianische Nüsse oder Butternüsse genannt. Sie sind die Samen des Juvia Baums (Bertholetia excelsa), der ausschließlich in den tropischen Wäldern des Amazon in Südamerika gedeiht. Die Bäume erreichen eine Höhe von 30 bis 45 Meter und haben einen Stammdurchmesser bis zu 2 Metern; sie gehören zu den größten Bäumen der Regenwaldregion. Laut Berichten von Einheimischen leben die Bäume 500 Jahre oder länger. Dieser wertvolle brasilianische Nußbaum "castanheira" steht unter Schutz und darf nicht gefällt werden.

Pekannuss - Pekanüsse vom Pekannussbaum (Carya illinoinensis)

Pekannuss - Pekanüsse vom Pekannussbaum (Carya illinoinensis)

Der Pekannussbaum (botanischer Name Carya illinoinensis) stammt aus den Südstaaten der USA, sowie Australien und Mexiko. Im Staate Texas ist der Pekannussbaum der offizielle Staatsbaum. Es ist der wichtigste Nußbaum in Nordamerika, der bis zu -20 Grad Kälte verträgt und den dortigen Indianern das Überleben im Winter garantierte. Schon die Ureinwohner Nordamerikas, die Algonkin, wußten Pekannuss zu schätzen. Es gab Pekannussbäume in so großer Zahl, daß der Baum nicht einmal einen Namen hatte.

Pinienkerne

Pinienkerne

Pinienkerne stammen aus dem Zapfen der Pinie (pinius pinea), einer im Mittelmeerraum heimischen Pflanze, die bis zu 30 Metern hoch wächst. Sie trägt auch den Namen Mittelmeerkiefer oder Schirmkiefer. Der Baum benötigt ca. ein Alter von 20 Jahren, bis sich die Ernte der Pinienkerne lohnt. Dieser Herkunft verdanken Pinienkernen auch ihren harzigen und mandelartigen Geschmack. Sie unterschieden sich von allen anderen Nüssen dadurch, dass sie viel weicher sind. Die Zapfen mit den Kernen werden zwischen April und Oktober manuell von den "pineros" geerntet.

Pistazienkerne

Pistazienkerne

Die Königin von Saba muss Pistazienkerne sehr geliebt haben, denn sie soll die köstliche Knabberei zur königlichen Frucht erklärt und deren Verzehr für das einfache Volk verboten haben. Bei Pistazienkernen handelt es sich um die Frucht des gleichnamigen Baumes. Nur diejenig Art gilt als "echte Pistazie", bei der die Pflanze entweder weibliche oder männliche Blüten trägt, nicht beide.

Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne sind wahre Allrounder, die aus der modernen Küche und als Snack für zwischendurch nicht wegzudenken sind. Als Zugabe in Salaten oder sogar Suppen sowie als Brotzugabe sind sie das i-Tüpfelchen, das zum Abrunden eines schmackhaften Essens beiträgt. Als gesunde Alternative zu Olivenölen tragen sie außerdem zum Gelingen von Salaten aller Art bei. Gut, dass Sonnenblumen und ihre Derivate nicht nur äußerst lecker, sondern darüber hinaus auch richtig gesund sind.

Walnuss

Walnuss

Die Walnuss gedeiht auf dem Walnussbaum, der auch in Deutschland gute Wachstumsbedingungen vorfindet und in vielen Gärten zu finden ist. Leider trägt dieser erst sehr spät die ersten Früchte. Nach dem Anpflanzen können gern bis zu zehn Jahre bis zur ersten Walnussernte vergehen. Die optimale Erntezeit für Walnüsse beginnt etwa Ende August und geht bis Mitte September, dann sind die Walnüsse noch von einer grünen und sehr harten Schutzhülle umgeben. Diese Schutzhülle platzt auf, wenn die reifen Walnüsse auf den Boden fallen. Die reifen Walnüsse müssen nun nur noch aufgesammelt werden.

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