Erdnuss, geröstet

Erdnuss, geröstet
Erdnuss, geröstet

Erdnüsse werden auch als Aschanti-, Arachis- oder Kamerunnüsse genannt und in der Schweiz als Spanische Nüsse bezeichnet. Die Erdnusspflanze ist eine Hülsenfrucht. Erdnüsse sind botanisch betrachtet daher auch keine Nüsse wie Walnüsse, Haselnüsse, Para- oder Kaschunüsse.

 
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Die Erdnuss gehört zu den Hülsenfrüchten

Erdnüsse sind 60 cm hohe, buschige Nutzpflanzen und gehören zur Familie der Hülsenfrüchte. Die Blütenstiele bohren sich in die Erde ein, so dass die Früchte unter der Erde wachsen können. Die Frucht selbst besteht aus einem netzartigen, holzigen Perikarp (Hülle). Sie ist in Europa auch unter der Bezeichnung spanische Nuss bekannt. Trotz dieser fälschlichen Bezeichnung ist eine Erdnuss eben keine Nuss, sondern mit Erbsen und Bohnen verwandt. Die Ähnlichkeit mit Nüssen hat sie nur aufgrund ihrer ähnlichen Konsistenz (z.B. 50% Fett, 21% Eiweiß). Die Behauptung, dass der Anteil ungesättigter Fettsäuren hoch sei, ist dagegen Augenwischerei! Der Anteil liegt bei 37%, dagegen gibt es fast 9% gesättigte Fettsäuren. Die englische Bezeichnung "Peanuts" weist eher auf ihre familiäre Zugehörigkeit hin. Trotz ähnlicher Konsistenz mit Nüssen weisen markante Unterschiede eben doch die andere Familienzugehörigkeit aus. So haben Erdnüsse nur geringe Anteile an Omega-3-Fettsäuren.

Herkunft der Erdnuss

Ihre Herkunft liegt in den Anden Perus, von dort hat sie sich über den gesamten Kontinent verbreitet. Die ältesten nachgewiesenen Funde an Erdnüssen datieren auf das Jahr 5000 v. Chr. Nach der Ernte wird der Wassergehalt der Früchte von 40 % auf 5-10% eingetrocknet. Je nach Klimazone geschieht dies im Freien oder unter künstlicher Wärmezufuhr. Danach werden die Früchte gedroschen, gebrochen oder entschalt. Danach werden sie dem Verfahren der Röstung und Salzung zugeführt.
100g Erdnüsse enthalten 180mg Magnesium, was ca. 60% des täglichen Bedarfs entspricht, und 3 mg Zink. Geröstete Erdnüsse enthalten kein Cholesterin, es sei denn durch das beim Röstverfahren verwendete Fett. Sie ist als vegetarische Ernährung geeignet.

Erdnuss mit allergenem Potential

Im Gegensatz zu übrigen Hülsenfrüchten kann man Erdnüsse roh genießen. Sie haben allerdings ein enormes allergenes Potential. Geröstet, gesalzen oder roh sind sie genießbar. Auch Öl wird als schmackhaftes Erdnussöl aus ihnen gepresst. Erdnüsse sind als Hülsenfrüchte mit Erbsen, Linsen und Bohnen verwandt. Im Englischen heißt die Erdnuss deshalb auch peanut, was soviel wie "Erbsennuss" bedeutet und auf ihre Zugehörigkeit zur biologischen Familie der Hülsenfrüchte hinweist. Die ursprüngliche Heimat der Erdnüsse sind die Anden in Südamerika. Aufgrund ihres Wohlgeschmacks und hohen Gehalts an pflanzlichem Öl hat sich der Anbau dieser Pflanze heute auf das Gebiet der ganzen Tropen und Subtropen ausgeweitet.

Die Form der Erdnuss und die Art ihrer Samen, ihre Konsistenz, ihr hoher Gehalt an pflanzlichem Fett und der vergleichsweise niedrige Stärkeanteil machen sie dennoch vergleichbar mit den an Bäumen wachsenden Nüssen. Wie diese Nüsse schmecken Erdnüsse auch in rohem Zustand hervorragend und sind in ihrem nussigen Geschmack dem Geschmack anderer Nüsse vergleichbar. Ihr Gehalt an Omega-3-Fettsäuren allerdings ist im Vergleich zu anderen Nüssen relativ gering.

Erdnüsse geröstet, schokoliert und in Lebensmitteln

Frisch geerntete Erdnüsse werden zunächst in den warmen Ländern meist im Freien getrocknet. Danach werden sie gedroschen oder gebrochen. Oft kommen sie auch bereits entschalt und geröstet in unsere Klimazone. Rohe Erdnüsse mit Schale werden in Europa nicht so gern gekauft. Darauf hat sich die Industrie eingestellt und bietet den Endverbrauchern zu einem großen Teil geschälte, besonders geröstete Erdnüsse an. In der Industrie werden rohe oder geröstete Erdnüsse sehr häufig zur Verfeinerung von Lebensmitteln genommen. Erdnüsse werden gleichwertig wie Walnüsse, Haselnüsse, Paranüsse oder Kaschunüsse sehr gern in Schokolade, Snacks und Butter verwandt. Auch werden Erdnüsse sehr gern geknabbert und befinden sich häufig in "Studentenfutter", gemischt mit Haselnüssen, Paranüssen, Kaschunüssen und Rosinen.

Erdnüsse als Nervennahrung

Aufgrund ihres Öl- und Fettgehaltes wirken sie als "Nervennahrung", stärken Kondition und machen stressresistenter. Geröstete Erdnüsse werden sehr gern mal zwischendurch geknabbert. Es gibt auch Feuer gebrannte Erdnüsse, die besonders gut schmecken. Geröstete Erdnüsse gehören zu den wichtigsten Partysnacks an sich. Sie sind gesünder als zum Beispiel Erdnussflipps oder stark gesalzenenes anders Knabbergebäck. Geröstete Erdnüsse schmecken hervorragend, machen satt und decken den Bedarf an pflanzlichen Fettsäuren.

Auf jeden Fall sind geröstete, wenig oder nicht gesalzene Erdnüsse der ideale Fitmacher. Ihr Genuss gibt lange Energie, denn die kleinen Erdnusskerne enthalten kein Cholesterin und sind besonders reich an ungesättigten planzlichen Ölen und Fettsäuren, die gut für den Kreislauf, das Herz und das gesamte Wohlbefinden sind. Außerdem beinhalten Erdnüsse essenzielle Aminosäuren, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Selbst wenn man außer einer Hand voll Erdnüsse nichts weiter am Tag zu sich nimmt, fühlt man sich hinreichend ernährt. Dehalb eignen sich Erdnüsse auch besonders gut zur Eröffnung eines oder zweier Fastentage.

Erdnüsse in gerösteter Form

In den Handel kommen die Erdnüsse bei uns hauptsächlich in gerösteter Form, wobei die Röstverfahren unterschiedlich sind. Zum einen gibt es die Verfahren ohne Fett. Statt Fett erhalten Sie eine Würzmischung, mit der sie geröstet werden. Dennoch Vorsicht! 100g gerösteter Erdnüsse haben 5505 KJ. Die Röstung kann mit oder ohne Schale erfolgen. Auf jeden Fall kann man aus gerösteten Erdnüssen keine neuen Pflanzen züchten. In Fett geröstete Erdnüsse haben einen Kohlenhydratanteil von 14 % und sind damit noch Low-carb geeignet. Geröstete Erdnüsse werden darüber hinaus mit anderen Zusätzen verfeinert (Honig, Salz Zucker, Geliermittel Schokoguss oder einer Teigmantelumhüllung). Diese Varianten haben pro 25 g ca. 125 Kcal. Eine Besonderheit ist die Röstung mit Habanero Pulver. Dieses Chiliderivat macht ‚süchtig‘.

Geröstete Erdnüsse müssen aber keine dieser Variationen bekommen, sondern sind nur schlichtweg dem Röstverfahren unterworfen. Also auch ohne Salz. Das spart auch Kalorien. Geröstet sein sollten sie allerdings, denn so verlieren sie ihre Bitterstoffe. In Thailand bieten sogar fliegende Händler gekochte Erdnüsse an, die auf einem Holzkohlefeuer breiig gekocht werden. Auch wenn es zunächst gewöhnungsbedürftig ist, ist kaum ein Geschmacksunterschied festzustellen. Bleiben wir lieber bei gerösteten ungesalzenen Erdnüssen, denn deren Verwendung ist am vielseitigsten. Wie alle anderen Nüsse und Hülsenfrüchte auch, können sie Salaten beigegeben werden sowohl Blattsalaten, als auch Obstsalaten. Wer die asiatische Küche mag, wird dort oft Beigaben von gerösteten gestiftelten Erdnüssen finden.

 

 

Nährwert
(auf 100g Erdnuss, geröstet)
kcal: 585 KJ
KJ: 2446 KJ
Kohlenhydrate: 9,4 g
Proteine: 25,6 g
Fett: 49,4 g
Wasser: 1,6 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Erdnuss, geröstet)
Niacin: 14,3 mg
Vitamin A: 110 µg
Vitamin B1: 0,25 mg
Vitamin B2: 0,14 mg
Vitamin B6: 0,4 mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: 10 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Erdnuss, geröstet)
Calcium: 65 mg
Eisen: 2,3 mg
Kalium: 777 mg
Magnesium: 180 mg
Natrium: 5 mg
Phosphor: 410 mg

Fette, Öle

Fette, Öle

Die chemische Grundstruktur aller Fette ist gleich. Je nach Anzahl der Doppelbindungen im Fettsäuremolekül unterscheidet man gesättigte Fettsäure ohne Doppelbindung, einfach ungesättigte mit einer Doppelbindung und mehrfach, ungesättigte mit zwei oder mehreren Doppelbindungen.

Samen und Nüsse

Samen und Nüsse

Samen und Nüsse sind sehr gesund und sollten regelmäßig verzehrt werden. In den letzten Jahren wird vermehrt darauf hingewiesen, dass Samen und Nüsse durch die ungesättigten Fettsäuren gesund sind und der Körper regelmäßig damit versorgt werden sollte. Einig darüber sind sich die Wissenschaftler erst seit einigen Jahren, nachdem verschiedene Studien zum Verzehr von Samen und Nüsse gemacht wurden.

Cashewnuss

Cashewnuss

Seit dem 20. Jahrhundert erfreut sich die Cashewnuss reger Beliebtheit und steigender Nachfrage. Sie wurden ursprünglich im 16. Jahrhundert aus Brasilien nach Mosambik und Indien eingeführt und wurden im 19. Jahrhundert breitflächig in Afrika, Asien und Lateinamerika angebaut. Die Hauptheimat der Cashewnuss ist hauptsächlich Afrika und Asien. Da sie sehr anspruchslos ist, wachsen sie auch auf schlechten Böden. Die Cashewnuss ist eine Steinfrucht und gehört zum Schalenobst (Nussarten).

Erdnuss

Erdnuss

Die Erdnuss stammt aus der Familie der Hülsenfrüchte und ist eine Nutzpflanze. Aus botanischer Sicht ist die Erdnuss deshalb auch keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht und somit den Bohnen und Erbsen verwandt. Es liegt an der Konsistenz und dem hohen Fettgehalt und dem niedrigen Gehalt an Stärke, dass die Erdnuss mit den botanischen Nüssen verglichen wird. Der Anteil an Omega-3-Fettsäuren, der bekannt ist für botanische Nüsse, ist allerdings in der Erdnuss weitaus geringer. Im Englischen wird die Erdnuss „peanut" genannt, was zu Deutsch eigentlich "Erbsennuss" heißt. Die Erdnuss kann im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten auch roh verköstigt werden.

Erdnuss, geröstet

Erdnuss, geröstet

Erdnüsse werden auch als Aschanti-, Arachis- oder Kamerunnüsse genannt und in der Schweiz als Spanische Nüsse bezeichnet. Die Erdnusspflanze ist eine Hülsenfrucht. Erdnüsse sind botanisch betrachtet daher auch keine Nüsse wie Walnüsse, Haselnüsse, Para- oder Kaschunüsse.

Erdnussflips

Erdnussflips

Erdnussflips oder auch Erdnussflocken genannt, gehören zur Familie des Knabbergebäcks und erfreuen sich seit Jahren größter Beliebtheit. Bei der Dragierung der Erdnussflips greift die Industrie auf Sonnenblumen- und Palmöl zurück. Das Sonnenblumenöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren und zählt zu den besonders wertvollen Speiseölen, während das Palmöl zu 44% Prozent aus gesättigten und nur zu 39% aus ungesättigten Fettsäuren besteht.

Erdnussmus

Erdnussmus

Erdnussmus dient als Brotaufstrich, als Backzutat, als Bestandteil von Saucen oder als Dessert. Ist der Käufer in der Lage, sollte er sich Erdnussmus im Bioladen kaufen. Dann bekommt der Käufer eine reine Erdnussmasse, die als solche schon kalorienreich genug ist (2646 KJ pro 100g), die aber nicht mit Zusätzen von Zucker noch weiter belastet oder mit andern Dickungsmitteln, Fetten oder Ergänzungsstoffen gemischt wird.

Haselnuss

Haselnuss

Die Haselnuss ist eine Schalenfrucht die an einem Haselnussstrauch wächst, der auch in Deutschland beheimatet ist. Hauptanbaugebiet sind allerdings die Mittelmeerländer mit ihrem feuchten und warmen Klima. Der Fruchtkern der Haselnuss ist von einer sehr harten Schale umgeben, die geknackt werden muss damit die Haselnuss gegessen werden kann.

Mohnsamen

Mohnsamen

Bekannt und beliebt sind Mohnkuchen und Mohnbrötchen, doch dass die verwendeten Mohnsamen reich an Calcium und ungesättigten Fettsäuren sind ist weniger bekannt. Viel zu oft werden nur auf die Mythen rund um den Mohn geachtet, so dass manche bereits den Verzehr von Mohn für gefährlich halten. Wahr ist dagegen, dass Mohnsamen Morphine und Codeine in so geringen Mengen enthalten, dass der Verzehr in verarbeiteter Form selbst für Kinder unbedenklich ist. Entsprechende Veröffentlichungen sind auch im Rahmen der Lebensmittelsicherheit erschienen und können dort auch online eingesehen werden.

Walnuss

Walnuss

Die Walnuss gedeiht auf dem Walnussbaum, der auch in Deutschland gute Wachstumsbedingungen vorfindet und in vielen Gärten zu finden ist. Leider trägt dieser erst sehr spät die ersten Früchte. Nach dem Anpflanzen können gern bis zu zehn Jahre bis zur ersten Walnussernte vergehen. Die optimale Erntezeit für Walnüsse beginnt etwa Ende August und geht bis Mitte September, dann sind die Walnüsse noch von einer grünen und sehr harten Schutzhülle umgeben. Diese Schutzhülle platzt auf, wenn die reifen Walnüsse auf den Boden fallen. Die reifen Walnüsse müssen nun nur noch aufgesammelt werden.

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