Steirisches Kürbiskernöl

Steirisches Kürbiskernöl
Steirisches Kürbiskernöl

Österreich ist für viele Dinge bekannt; nicht alle Menschen kennen aber das nussige Kürbiskernöl der Region Steiermark. Dabei sichert es die Existenz vieler österreichischer Bauern. Doch beim Kauf des Öls sind einige Hinweise zu beachten – nicht immer ist das drin, was versprochen wird.

 
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Steirisches Kürbiskernöl – die grüne Spezialität aus Österreich

Die Region Steiermark ist für ihr köstliches Kürbiskernöl bei Köchen rennomiert. Das Geheimrezept: Geröstete Kerne – sie sollen dem Öl ihr nussiges Aroma verleihen. Leider wird vielerorts Etikettenschwindel betrieben und die Verbraucher an der Nase herumgeführt. Im Jahr 2012 deckte die Verbraucher­zeit­schrift Konsument.at[1] mit ihrer Untersuchung den Betrug vieler Produzenten auf: Anstelle der Kürbiskerne aus der Region Steiermark nutzten einige von ihnen billige Kerne aus dem Ausland.

Informationen zu den Steirischen Kürbiskernen

Der Name lässt bereits die Vermutung aufkommen: Es handelt sich um eine Sonderzucht, die nur in der Steiermark zu finden ist. Die Kürbiskerne werden seit mehr als einem Jahrhundert angebaut und unterscheiden sich in folgendem Punkt von anderen Kürbiskernen: Aufgrund einer Mutation sind die äußersten Zellschichten nicht verholzt – deshalb haben die Kerne keine Schale.

Die kostbaren Kürbiskerne werden zum grünen Gold der Steiermark verarbeitet, wie man es dort liebevoll beschreibt. Charakteristisch sind seine intensive, dunkelgrüne Farbe und der nussige Geschmack. Dank diesen Eigenschaften wurde das Kürbiskernöl von der internationalen Spezialitätenküche ins Visier genommen. Doch die Beliebtheit hat auch ein Problem zutage gebracht: Einige Hersteller versuchen, Kosten zu reduzieren: Sie importieren billige Kerne aus China und Slowenien.

Öl von transparenten Herstellern kaufen

Als Verbraucher kann man sich gegen Produkte mit Kürbiskernen aus dem Osten auf eine simple Weise schützen: Kürbiskernöl von transparenten Herstellern kaufen. Wer nichts zu verbergen hat, der deklariert die Herkunft seiner Kerne.

Das ist auch bei der Ölmühle Fandler der Fall: Das seit 1926 aktive Unternehmen hat dieses Kürbiskernöl im Angebot Kürbiskernöl im Angebot, in dem eigenen Angaben zufolge seit Jahren die Kerne derselben Lieferanten zum Einsatz kommen. Diese liefern die Kerne des steirischen Ölkürbisses (Cucurbita pepo L. var. Styriaca) aus Steiermark und Niederösterreich.

Die Qualität der Kerne wird von regelmäßigen Untersuchungen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und dem Institut Dr. Wagner garantiert.

5 Fakten zum Kürbiskernöl

Kürbiskernöl aus Steiermark gibt es also in besonders hoher Qualität. Was aber spricht für das Produkt? In der internationalen Küche ist es weitestgehend bekannt. Die nachfolgenden fünf Fakten sollen Verbraucher mit dem gesunden Öl vertraut machen und sie von seinen Eigenschaften überzeugen:

  1. Die Kerne des Steirischen Ölkürbisses verloren aufgrund einer Mutation ihre Schale; aus diesem Grund hat das Kernöl eine grüne Farbe.
  2. Ölmüller pressen die Kürbiskerne nach durchschnittlich neun Monaten.
  3. Schlecht verarbeitete Kerne resultieren in einer braunen Ölfarbe – ein Anzeichen für schlechte Qualität oder ausländische Kürbiskerne.
  4. Kernöl kommt traditionell in Salaten und Suppen zum Einsatz; es eignet sich aber auch für Süßspeisen wie Eis, Schokolade oder Muffins.
  5. Maria Theresia schätzte das Kernöl nicht als Nahrungsmittel, sondern ein Apothekerprodukt. Kein Wunder: Es kommt in Hautcremes und als Massageöl zum Einsatz.

Der ernährungsphysiologische Wert des Öls

Steirisches Kürbiskernöl ist Herstellern zufolge gut verdaulich. Diese Eigenschaft verdankt es seinem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, darunter Öl- und Linolsäure. Weitere Vorteile: Es enthält viel Vitamin E, ist cholesterinfrei und schützt vor freien Radikalen[2].

Ein Esslöffel Kürbiskernöl enthält rund 120 kcal. Im Vergleich zu anderen Ölen bestehen diese größtenteils aus Omega–6- und Omega–9-Fettsäuren; sie sind also kein simpler Dickmacher, sondern eine wichtige Ergänzung für den menschlichen Körper.

Neben den Vorteilen für das Innere des Körpers hat Kürbiskernöl eine weitere Eigenschaft: Koreanischen Wissenschaftlern zufolge[3] soll es in Kapselform das Haarwachstum unterstützen. Nach 24 Wochen wuchs die Haardichte der Studienteilnehmer um bis zu 30 Prozent.

Tipps zur Verwendung von Kürbiskernöl

Traditionell wird Kürbiskernöl für Salate verwendet; es eignet sich aber auch zur Verfeinerung von Suppen, Soßen, Nudelgerichten und Aufstrichen. Bäcker nutzen das nussige Aroma in Kombination mit Vanilleeis oder für Muffins. Auch auf saisonalen Gerichten darf Kürbiskernöl nicht fehlen: Auf gebratenem Spargel oder gekochtem Blumenkohl.

Bei der Verwendung von Kürbiskernöl ist auf einen wichtigen Hinweis zu achten: Es darf nicht erhitzt werden. Es eignet sich nicht zum Anbraten von Fleisch, Fisch und Gemüse. Bei den hohen Temperaturen verliert das Öl seine Inhaltsstoffe und erhält einen bitteren Geschmack. Aber Achtung: Kürbiskernöl hat einen hohen Kaloriengehalt. Deshalb sollte man die Zugabe bei Speisen immer mit Teelöffeln dosieren.


  1. Kürbiskernöl – Von wegen steirisch!

  2. 2007; Gilbert O. Fruhwirth, Albin Hermetter; Seeds and oil of the Styrian oil pumpkin: Components and biological activities

  3. 2014; Cho YH, Lee SY, Jeong DW, Choi EJ, Kim YJ, Lee JG, Yi YH, Cha HS; Effect of pumpkin seed oil on hair growth in men with adrogenetic alopecia: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial

Nährwert
(auf 100g Steirisches Kürbiskernöl)
kcal: 900 KJ
KJ: 3766 KJ
Kohlenhydrate: 0 g
Proteine: 0 g
Fett: 100 g
Wasser: 0 g
Cholesterin: 3 mg
Vitamine
(auf 100g Steirisches Kürbiskernöl)
Niacin: mg
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0 mg
Vitamin B2: 0 mg
Vitamin B6: 0 mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: 4 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Steirisches Kürbiskernöl)
Calcium: 0 mg
Eisen: 0 mg
Kalium: 1 mg
Magnesium: 0 mg
Natrium: 0 mg
Phosphor: 0 mg

Pflanzliche Fette und Öle

Pflanzliche Fette und Öle

Wir alle benötigen in unserer Nahrung unbedingt auch Fette, u.a. Pflanzliche Fette und Öle, diese sind für unseren Körper lebenswichtig, wenn auch immer wieder vor zu viel Fett gewarnt wird, wobei es sich hierbei hauptsächlich um die tierischen Fette handelt.

Baumwollsamenöl

Baumwollsamenöl

Das Baumwollsamenöl, auch als Cottonöl bezeichnet, ist ursprünglich ein Nebenprodukt der Baumwollproduktion. Die Baumwollpflanze ist eine äußerst vielseitige Pflanze. Aus den Samenhaaren gewinnt die Textilindustrie die Baumwollfasern. Die eigentlichen Samen werden dann nicht mehr benötigt. Aus ihnen wird das Baumwollsamenöl ausgepresst.

Erdnussöl

Erdnussöl

Erdnüsse haben mittlerweile auch im europäischen Speiseplan einen festen Platz eingenommen. Sie werden in vielen Formen angeboten und zählen mit zu den beliebtesten Nüssen. Im Pflanzenreich allerdings zählt die Erdnuss zur Familie der Hülsenfrüchtler, somit wird auch schnell deutlich dass es sich bei der Erdnuss botanisch nicht um eine Nuss handelt. Die Erdnuss ist nämlich eine Hülsenfrucht und somit nahe verwandt mit Erbsen und Bohnen. Allerdings weisen die Inhaltstoffe - nämlich viele pflanzliche Fette und ungesättigte Fettsäuren - eher auf eine Nuss hin, was ja auch namentlich auf diese Frucht zutrifft.

Kokosfett

Kokosfett

Kokosfett, auch Kokosöl genannt, ist ein klares, reines Öl mit einem milden, leicht aromatischen Geschmack. Es ist reich an gesättigten Fettsäuren und galt damit gemeinhin lange Zeit als ungesund. Die jedoch ebenfalls enthaltene Laurinsäure wirkt sich positiv auf das körperliche Befinden des Menschen aus, was diesen Nachteil wieder ausgleicht. Kokosfett ist ein sehr hochwertiges Pflanzenfett, welches mittlerweile sein negatives Image ablegen konnte und bei der Nahrungsmittelzubereitung inzwischen eine große Rolle spielt.

Olivenöl

Olivenöl

Olivenöl ist ein pflanzliches Öl aus dem Mittelmeerraum. Durch den gesundheitlichen Aspekt findet es auch in Deutschland immer beliebter. Spanien ist der Hauptlieferant dieser pflanzlichen Öle, danach folgen Italien und Portugal. Das aus dem Kern und Fruchtfleisch gepresste Pflanzenöl nennt man Olivenöl. Es ist vielseitig verwendbar. Ob Olivenöl für Salat, zum Marinieren oder Braten von Fleisch und Fisch benutzt wird - es ist geschmacklich sehr intensiv. Olivenöle gibt es mittlerweile in sehr vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Palmöl

Palmöl

Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Ölpalmen - Frucht gewonnen. Die Früchte werden sterilisiert und anschließend gepresst. Dadurch entsteht rohes Palmöl. Aufgrund des hohen Carotin - Gehaltes hat das rohe Palmöl eine orangerote Farbe, welche durch raffinieren wieder eine klare und helle Farbe erhält. Der Duft von hochwertigem frischen Palmöl erinnert an Veilchen und hat einen süsslichen, vollmundigen Geschmack.

Rapsöl

Rapsöl

Sicher haben Sie schon einmal im Frühjahr die herrlichen, gelb blühenden Rapsfelder gesehen. Die Rapspflanze ist eine Nutzpflanze, die wegen ihrer Ölhaltigkeit geschätzt wird. Aus den Samen der Rapspflanze wird das Rapsöl gewonnen. Rapsöl ist ein einheimisches Lebensmittel. Ein Teil des Rohstoffes wird importiert, beispielsweise von osteuropäischen Anbauern, und von deutschen Betrieben weiterverarbeitet. Wer zu diesem Öl greift, stärkt die hiesigen Erzeuger und hilft, die Umwelt von Transporten über weite Strecken zu verschonen.

Distelöl

Distelöl

Distelöl , auch Safloröl genannt, ist ein pflanzliches Öl. Es wird aus den Samen der Färberdistel (carthamus) gewonnen. Diese gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihre Hauptbestandteile sind 10% ungesättigte Fettsäuren, 12% einfach ungesättigte Fettsäure und zu 78% zweifach ungesättigte Fettsäure (niedrigviskos).

Sojaöl

Sojaöl

Das Sojaöl ist ein raffiniertes, vielfach verwendbares Pflanzenöl und wird aus dem Samen der Sojabohne (Glycine max) gewonnen. Die Sojabohne ist eine Nutzpflanze und gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler wie z.B. die Gartenbohne und hat einen für Bohnen ungewöhnlich hohen Ölgehalt. Das Sojaöl zählt zu den pflanzlichen Fetten. Es wird, oft auch versteckt, bei harten Brat- und Backfetten beigemengt oder zur Herstellung von Margarinen verwendet. Auch in Linoleum, Seifen, Back- und Süßwaren oder als Zusatz bei anderen Ölen verwendet.

Samen und Nüsse

Samen und Nüsse

Samen und Nüsse sind sehr gesund und sollten regelmäßig verzehrt werden. In den letzten Jahren wird vermehrt darauf hingewiesen, dass Samen und Nüsse durch die ungesättigten Fettsäuren gesund sind und der Körper regelmäßig damit versorgt werden sollte. Einig darüber sind sich die Wissenschaftler erst seit einigen Jahren, nachdem verschiedene Studien zum Verzehr von Samen und Nüsse gemacht wurden.

Steirisches Kürbiskernöl

Steirisches Kürbiskernöl

Österreich ist für viele Dinge bekannt; nicht alle Menschen kennen aber das nussige Kürbiskernöl der Region Steiermark. Dabei sichert es die Existenz vieler österreichischer Bauern. Doch beim Kauf des Öls sind einige Hinweise zu beachten – nicht immer ist das drin, was versprochen wird.

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